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Welche Inhaltsstoffe finden sich im Kaffee?

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Zum Kaffeegenuß tragen ca. 800 – 1000 Substanzen bei. Am bekanntesten ist das das Koffein, aber auch Säuren, Öle, Aromastoff, Wasser und sogar Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium und Magnesium tragen zum Geschmack ihren Anteil bei.
Der Kaffee an sich ist kalorienfrei, Vorraussetzung ist, dass man ihn ohne Milch und Sahne trinkt.

Das Koffein

Koffein ist der wohl bekannteste Inhaltsstoff und seit 1820 intensiv erforscht. Der deutsche Chemiker Runge hatte damals als erste das Koffein isoliert. Koffein ist nicht nur in der Kaffeebohne enthalten, auch Tee, Kakao, Kolanüsse, Guarana und Mate enthalten Koffein.

Eine Tasse Filterkaffee enthält ca. 80mg Koffein. Ein täglicher Konsum von drei bis vier Tassen sind unbedenklich. Im Gegenteil, in so einer geringen Menge ist Koffein positiv zu bewerten. Es regt den Kreislauf an und steigert somit die Leistungsfähigkeit.

150 ml Filterkaffee enthalten 80 mg Koffein. Das ist genauso viel Koffein, wie in einer Energy-Drink Dose.
Der Espresso (25 ml), ein kleiner schwarzer und starker Kaffee, enthält ca. 25 bis 30 mg Koffein.
125 ml aus löslichem Kaffee können zwischen 60 und 100 mg Koffein enthalten.
Koffeinfreier Kaffee hat lediglich eine Restmenge von 1 bis 4 mg Koffein.

Zum Vergleich: Der Teetrinker nimmt mit einer gleichen Menge Tee, drei Minuten gezogen, zwischen 20 und 50 mg Koffein zu sich. Eine reguläre 0,33 Liter große Cola-Dose enthält ca. 40 mg Koffein.

Koffein aus Sicht eines Arztes

Koffein ist ein mildes Anregungsmittel für das zentrale Nervensystem, aus medizinisch Sicht. Das Koffein aktiviert Hormone, welche wiederum die Herztätigkeit, Stoffwechsel und Atmung anregen. Auch die Blutgefäße im Gehirn werden erweitert.
Aufgrund seiner Eigenschaften wird das Koffein als Hilfs- und Wirkstoff in vielen Medikamenten eingesetzt, z.B. bei der Behandlung von Asthma, in Schmerzmittel oder Appetitzüglern.

Doch Koffein trägt auch zu etwa einem Drittel geschmacklich zur herben Note des Kaffees bei. Natürlich gilt auch für Koffein, dass zu viel des Guten schaden kann. Einen festen Wert für die Grenze, an der Koffein das Wohlbefinden beeinträchtigt, gibt es nicht. Kaffeetrinker sollten deshalb einfach individuell beobachten, wie viel gut und wie viel zu viel des Guten ist. Zu viel Kaffee (8 Tassen schnell hintereinander getrunken) kann Zittrigkeit, Herzrasen, Bluthochdruck oder Angstgefühle auslösen. Entgegen mancher Meinung ist Kaffee ein Genussmittel und keine Droge, die süchtig macht. Nur Kopfschmerzen können auftreten, wenn man nach regelmäßigen Konsum sofort aufhört Kaffee zu trinken.

Die Aromastoffe

Das Geheimnis um die Aromastoffe im Kaffee ist noch immer nicht ganz gelüftet. Man nimmt an, dass mehr als 800 Substanzen zum typischen Geruch und Geschmack beitragen. Deswegen gibt es noch kein künstliches Kaffeearoma aus dem Labor.
Erst vor kurzem haben Forscher ein morphinähnlichen Stoff im Kaffee isoliert. Daraus folgt, dass selbst koffeinfreier Kaffee eine Schmerz stillende und euphorisierende Wirkung hat.
Die meisten Aromen werden durch fetthaltige Milch gebunden. Je mehr Milch im Kaffee, desto weniger der Kaffeegeschmack.

Die Säuren im Kaffee

80 verschiedene Säuren wurden im Kaffee entdeckt. Die wichtigste davon ist die Chlorogensäure, sie regt die Verdauung an. Ein Hauptgrund, Kaffee erst nachdem Essen zu trinken. Wichtig ist, dass der Kaffee möglichst ohne Milch getrunken wird, da sonst die Wirkung abgeschwächt wird. Auch koffeinfreier Kaffee hat die gleiche verdauungsfördernde Wirkung. Durch den Röstprozess wird zum Beispiel die in der Kaffebohne enthaltene Nikotinsäure in das B-Vitamin Niazin umgewandelt.

Mineralstoffe und Vitamine im Kaffee

Rohkaffee besteht etwa zu vier Prozent aus Mineralstoffen und Spurenelementen, die auch zu etwa 90 Prozent in das Getränk übergehen. Mit dabei sind Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Diese Vitalstoffe benötigt der menschliche Körper unter anderem für den Stoffwechsel, den Knochen- und Zahnaufbau und zur Steuerung von Muskeln und Nerven. Zu den Inhaltstoffen zählen auch die B-Vitamine (B2,B3,B5 und B6).
Diese Vitamine benötigt unser Körper unter Anderem zur Energiegewinnung, beim Stoffwechsel, zur Blutbildung und für das Haut- und Haarwachstum.

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