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Tolle Grillrezepte für den Sommer

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Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 33 Sekunden

Wenn die Sonne aus dem Winterschlaf erwacht, die Abende länger werden und die Luft lauer wird, dann dauert es nicht lange und wir fangen mit einer unserer liebsten Sommerbeschäftigungen an: mit dem Grillen!

Glückliche Familie beim Grillen
Glückliche Familie beim Grillen | © Kzenon - Fotolia.com


Dann heißt es, raus in die Natur, in den Garten oder Park, an den See oder Kanal, zu Freunden oder Kollegen; dann bringt jeder seine besten Ideen, leckersten Rezepte und ultimativen Tipps mit, und das Grillevent wird zum absoluten Freizeithighlight!

Welcher ( heiße ) Typ ist der richtige?

Bei der Auswahl des richtigen Grills stehen manche aber leider vor dem ersten Problem, denn vom preisgünstigen Einweggrill bis hin zum Hightech-Gerät aus Edelmaterial ist das Spektrum inzwischen riesig.

Der Klassiker ist nach wie vor das direkte Grillen, bei dem das Grillgut auf einem Rost direkt über der heißen Glut liegt. Ideal sind dabei höhenverstellbare Roste, damit die Temperatur bei Bedarf schnell reguliert werden kann. Schließlich gibt es Grillwaren, wie Fisch oder Gemüse, die nicht so hohe Temperaturen benötigen wie Fleisch oder Würstchen.

Weber Kugelgrill
Weber Kugelgrill

Fällt die Wahl auf das indirekte Grillen, so sprechen wir auch vom sog. Barbecue-Grill. Es werden die gleichen Temperaturbereiche wie beim direkten Grillen erreicht, jedoch haben wir zum einen Deckel oder eine Haube über dem Grill, so dass die heiße Luft am Garprozess beteiligt ist, und zum anderen befindet sich die Glut nicht unter dem Rost sondern daneben, und unter dem Grillgut haben wir eine Tropfschale.
Das indirekte Grillen würde ich als schonender bezeichnen, weil die heiße zirkulierende Luft besonders für zartes Grillgut besser geeignet ist. Ein Wenden und Drehen entfällt völlig. Allerdings dauert der Garvorgang auch etwas länger, wobei das gute Grillergebnis auf jeden Fall entschädigt.

Edelstahl Gasgrill
Edelstahl Gasgrill

Diese beiden beschriebenen Grilltypen werden mit Holzkohle oder -briketts angefeuert. Alternativen sind darüber hinaus Gas- oder Elektrogrills. Ein Gasgrill hat den großen Vorteil, dass keine Vorlaufzeit einzuplanen ist, da der Grill sofort einsatzbereit ist. Die Temperatur bleibt die ganze Zeit über konstant und lässt sich präzise regeln.

Besonders für große Mengen und Viel-Griller sind Gasgrills gut geeignet. Außerdem lassen sie sich prima reinigen. Die Grillmethode ist auch hier das direkte Grillen.
Ähnlich flexibel sind Elektrogrills. Sie ermöglichen durch die kurze Vorheizzeit das spontane Grillvergnügen. Meist sind die Grillflächen nicht sehr groß, aber für eine Familie oder Selten-Griller reicht dies völlig aus. Der große Vorteil ist, dass keinerlei Qualm und beißender Rauch entstehen, was den Einsatz auf Balkonen in Mehrfamilienhäusern überaus nachbarschaftsfreundlich macht.

Lieber gehaltvoll und deftig oder leicht und vegetarisch?

Ist die Frage des Grills und der Location erst mal geklärt, sind Salate, Brot und Getränke organisiert, dann können wir uns der Frage widmen, welche Köstlichkeiten auf den Grill gelangen dürfen.
Natürlich sind Würstchen und Fleisch inzwischen dem „Pflichtprogramm“ zuzuordnen, wobei nur noch die Feinheiten geklärt werden müssen, nämlich ob Rind, Schwein, Geflügel oder Lamm und ob Thüringer-, Berner- oder Krakauer-Würstchen eingekauft werden.
Und dann können die kreativen Köpfe und experimentierfreudigen Geister schalten und walten.
Was mir zur Zeit besonders gut gefällt, sind Spieße. Eine Art der Gestaltung hat es mir vor allem angetan, und zwar eine köstliche Kombination aus herzhafter Blutwurst, kleinen Pellkartoffeln und Apfelspalten:

„Himmel und Erde“ für den Grill

Die Blutwurst sollte einen kleinen Durchmesser haben, so etwa 5-6 cm und mit der Schale in daumendicke Scheiben geschnitten werden. Die Äpfel werden halbiert, das Gehäuse bleibt wegen der Stabilität zunächst drin. Und die kleinen Kartoffeln werden natürlich vor dem Grillen gekocht. All das lässt sich prima vorbereiten. Von den drei Zutaten wird jeweils ein Teil auf einen Schaschlikspieß gesteckt und 10-12 Minuten auf den heißen Grill gelegt. Danach kann noch flüssige Butter darüber geträufelt werden und mit Majoran, Pfeffer und Salz gewürzt werden.

Folgende Zutaten werden benötigt:

(für 8 Spieße)

  • 8 kleine Kartoffeln
  • 350 g Blutwurst
  • 4 sehr kleine Äpfel
  • ca. 50 Butter
  • Salz, Pfeffer, getrockneter Majoran

Gegrillter Feta-Käse

Ein Hauch mediterraner wird es immer, wenn Feta-Käse ins Spiel kommt. Viele mögen ihn sehr als Alternative zu Fleisch. Dafür kaufen wir ein:

  • Feta, ca. 250 g
  • 2 große Tomaten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Knoblauchzehe, geputzt und zerquetscht
  • 4 Alu-Muffinförmchen
  • 4 kleine Alufolien-Quadrate

Zuerst muss ich den Feta in vier gleich große Quader schneiden. Die Tomaten schneide ich in dicke Scheiben und lege jeweils eine davon in eine Aluform, dann klebt der Käse unten nicht an. In jede Form kommt ein Käsestück, obenauf die restlichen Tomaten, die Gewürze und der Knoblauch. Fertig! Mit der Folie wird das ganze abgedeckt und auf dem Grill etwas seitlich positioniert, damit der Käse in ca. 20 Minuten schön langsam weich werden kann.

Getrocknete Datteln im Speckmantel

Ebenfalls eine ungewöhnliche Kombination aus deftig und süß sind getrocknete Datteln im Speckmantel.

Die Zubereitung ist denkbar simpel:

Getrocknete Datteln werden mit Bacon umwickelt und dann zwecks besserer Handhabung beim Wenden zu dritt oder mehreren auf einen Schaschlikspieß gesteckt. Diese kleinen Leckereien sind ein I-Tüpfelchen bei jedem Grillfest. Wer Datteln nicht so gerne hat, kann auch getrocknete Pflaumen nehmen.

Wer gerne Fisch auf den Grill legt, macht mit Lachssteak kaum etwas falsch. Es eignet sich besonders gut, weil es mit seiner Schale das mehrfache Wenden ganz gut mitmacht. Die Vorbereitung ist unkompliziert: Das Steak wird abgebraust und trockengetupft und 30 Minuten in eine Marinade aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und frisch gehacktem Rosmarin gelegt. Dann kann es 10 – 12 Minuten gegrillt werden.

Bei Dips kennt die Fantasie keine Grenzen!

Neben Ketchup und Senf, die zum Würstchen auf keinen Fall fehlen dürfen, gibt es natürlich im Supermarkt eine scheinbar endlose Reihe an Saucen. Bei der Zubereitung selbstgemachter Dips können auf der Basis von Joghurt oder Schmand mithilfe frischer Kräuter und Gewürze allerdings ganz schnell köstliche Ergebnisse erzielt werden. Nur Mut! Man sollte sich dabei einfach auf den eigenen Geschmack verlassen, dann ist so ziemlich alles erlaubt: Honig mit Senf, Knoblauch sowieso, Spinat mit Kapern, Erdnussbutter mit Kokosraspeln, und, und, und…

Die Grillzeit ist im Sommer ein bisschen wie der Fußball, nämlich eine der schönsten Nebensachen der Welt und beschert uns wunderbare Abende in gemütlicher Runde bei köstlichem Essen und guten Gesprächen.
Und dank der Vielfalt an Rezepten und Ideen ist kein Grillfest wie das andere, sondern jedes Mal ein individuelles Ereignis!

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