Tee

Anbau

Teepflanzen waren zunächst nur in China bekannt. 1823 wurden in Assam (Indien) wildwachsende Pflanzen entdeckt, die aber längere Zeit nicht richtig identifiziert wurden. Erst ab 1834 wurde diese Art kultiviert und mit anderen Arten gekreuzt. Die Kreuzungen wurden bald auch in anderen für sie geeigneten Regionen gezüchtet und angebaut. Teesträucher lassen sich aus Samen oder aus Setzlingen heranziehen, Letzteres ist heute die Regel. Die Jungpflanzen werden in eigenen nurseries (Aufzuchtbeutel mit guter Muttererde) neun Monate lang sorgfältig gepflegt. Pro Hektar werden 12.000 bis 13.000 Setzlinge benötigt. Danach muss die Pflanze drei bis sechs Jahre weiterwachsen, bis sie zum ersten Mal geerntet werden kann. Der Ertrag eines Hektars ergibt durchschnittlich 1500 Kilogramm aufgussfertigen Tee.

Die „Lebenserwartung“ der indischen Teesträucher beträgt 30 bis 50 Jahre, während die chinesischen Arten bis zu 100 Jahre alt werden können. Die Stecklinge werden aus den Trieben von besonders kräftigen und ertragreichen Mutterpflanzen gewonnen. Es ist sogar möglich, Teepflanzen für spezielle Umweltbedingungen, etwa mit Resistenzen gegen gewisse Schädlinge oder Krankheiten, zu züchten.

Herstellung

Traditionelle Herstellung

Bei der traditionellen Produktion von Schwarztee, orthodoxe Teeproduktion genannt, durchlaufen die Teeblätter fünf Stufen: das Welken (Withering), damit die Blätter weich und zart werden, das Rollen (Rolling), das Aussieben, die Oxidation und zum Schluss die Trocknung (Firing).

Um die Blätter nach dem Pflücken zu erweichen, wurden sie früher zwei Stunden in die Sonne gelegt. Später verwendete man Welkhürden in speziellen Hallen, in denen eine Temperatur von 20 bis 22 °C herrschte. Der Welkprozess dauerte dann bis zu 24 Stunden. Heute werden meistens so genannte Welktunnel eingesetzt, die die Teeblätter auf Fließbändern durchlaufen. Die Stärke der Welkung wirkt sich (im umgekehrten Verhältnis) auf den Grad der später erzielbaren Oxidation aus.

Das Rollen erfolgt heute maschinell und dauert etwa eine halbe Stunde. Dabei werden die Zellen der Blätter aufgebrochen, so dass ätherische Öle freigesetzt werden. Anschließend werden die Teeblätter nach Qualität sortiert. Bei der Oxidation wird ihnen durch künstlich erzeugte hohe Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent bei genau 22 °C wieder Feuchtigkeit zugeführt, um die chemischen Prozesse in Gang zu setzen. Bei der Oxidation entsteht Wärme, die Temperatur der Blätter wird alle 15 Minuten gemessen und nach Erreichen der Höchsttemperatur von 29 °C durch Trocknung sofort abgebrochen. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, haben die Teeblätter kein Aroma mehr und gelten als „verbrannt“. Die Oxidation wird bei der traditionellen Teeproduktion alsFermentation bezeichnet, obwohl sie keine relevante mikrobakterielle Komponente enthält. In der modernen Teetechnologie wird sie nicht mehr als Fermentation bezeichnet.

Getrocknet wird in Maschinen mit Hilfe von Heißluft. Bei Ceylon reichen 20 Minuten bei 90 °C, Assam braucht wesentlich länger. Anschließend wird der Tee sofort wieder abgekühlt.

In der Türkei werden für die Herstellung von einem Kilogramm Schwarztee sechs Kilogramm Teeblätter verarbeitet.

Bei Grüntee findet im Unterschied zu Schwarztee keine Oxidation statt. In China und Indien, auf Sri Lanka und Taiwan und jüngst auch in Afrika wird auch halbfermentierter Tee (Oolong) hergestellt.

Einzelne Teeplantagen, in denen besondere Teespezialitäten hergestellt werden, produzieren noch nach alten Methoden, bei denen das Welken an der Sonne geschieht. Gerollt wird von Hand, die Oxidation findet in geflochtenen Körben statt.

CTC-Produktion

CTC steht für Crushing (Zerbrechen), Tearing (Zerreißen) und Curling (Rollen). Bei dieser modernen, in großen Produktionswerken angewandten Methode werden die Teeblätter nach dem Welken in einem Arbeitsgang maschinell zerbrochen, zerrissen und gerollt. Teilweise werden mehrere CTC-Maschinen hintereinander geschaltet, um noch feinere Tee-Pulver zu erhalten. Danach erfolgen Oxidation, Trocknung und Sortierung. Produziert werden nach dieser Methode Tees vor allem für die Verwendung in Teebeuteln.

Teearten & Teesorten

  • Früchtetee
  • Gelber Tee – Jun Shan Yin Zhen
  • Grüner Tee – Gunpowder, Sen Cha, Li Zi Xiang, Yunnan Yun Yin – Rolling Clouds – Special
  • Oolong – Dong Ding Oolong Cha, Ti Kuan Yin Cha
  • Pu-erh-cha – Pu Erh Tuo Cha, Palace of Pu Erh
  • Schwarzer Tee – Darjeeling, Dian Hong Cha
  • Weißer Tee – Pai Mu Dan – Mee Sum, Mo Li Yin Zhen „Jasmin Silber Nadel“

Teezubereitung

Für die Zubereitung des Teegetränks gibt es regional sehr verschiedene Varianten, die deutliche geschmackliche Unterschiede erzeugen. Welche Methode weltweit bevorzugt wird, hängt von der verfügbaren Form des Tees und den mit Handel oder Herstellung verbreiteten traditionellen Gewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben der Bevölkerung ab. Ähnlich wie bei Kakao und Kaffee wurden in Kontinentaleuropa oft die Gewohnheiten der Nationen übernommen, die den Ausgangsstoff in den Handel brachten. Beim Tee wird in West- und Mitteleuropa fast ausschließlich die sogenannte englische Zubereitungverwendet, eine Methode, die während der britischen Kolonialzeit gemeinsam mit dem gehandelten Tee verbreitet wurde. In Süd- und Osteuropa treten orientalische Einflüsse hinzu oder lösen die englische Zubereitung ab. In ehemaligen Kolonialländern, inklusive Nordamerika ist die englische Zubereitung ebenfalls verbreitet. Kulturen ohne koloniale Vergangenheit oder mit eigenem Teeanbau haben in der Regel eigenständige Zubereitungsformen.

Brühvorgang

Kräftige Schwarztees werden fast immer mit sprudelnd siedendem Wasser aufgegossen; bei Grüntees und halbfermentierten Tees sowie feinen Schwarztees (First Flush Darjeelings etwa) können Temperaturen von 65 bis 90 °C bevorzugt werden, was die Inhaltsstoffe und den Geschmack besser erhält. Manche japanischen Grüntees werden mit nur 50° und auch darunter aufgebrüht. Bei der englischen Zubereitung wird immer heiß aufgebrüht, niemals gekocht. Tee gibt aber viele seiner Inhaltsstoffe auch in kaltem Wasser und auch in Alkohol frei (Teelikör), wobei die chemischen Prozesse jedoch langsamer ablaufen und zu einem stark vom gewohnten Geschmack abweichenden Ergebnis führen. Die Chinesische Medizin kennt zahlreiche Verwendungsformen dafür, deren Nutzen jedoch nicht bestätigt ist. Nach vorherrschender Auffassung entstehen unabhängig von der Brühtemperatur gewöhnliche Teegetränke, die sich geschmacklich unterscheiden. Auch traditionelle Rezepte für Eistee brühen Tee zunächst heiß auf, um ihn später abzukühlen.

Die Ziehdauer, während der die Teeblätter im Wasser verbleiben sollen, lässt sich nicht einheitlich angeben und liegt sortenabhängig in einem Bereich zwischen 20 Sekunden und 5 Minuten. Je nach Dauer wirkt der Tee unterschiedlich stark anregend, wobei es verschiedene Theorien zur ziehzeitabhängigen Wirkung auf den Menschen gibt. Als gesichert gilt, dass das Koffein von Anfang an in Lösung geht, verschiedene andere Stoffe aber erst nach 2–3 Minuten. Inwiefern der Tee allerdings nach mehr als 2 Minuten Ziehzeit beruhigend oder nur weniger anregend wirkt, ist noch nicht vollends geklärt, da sich hier verschiedene Effekte ergänzen. So wandeln die sich langsam lösenden Polyphenole das Koffein in eine wasserunlösliche Form um, mit steigender Ziehzeit sinkt also der Anteil an physiologisch wirksamem Koffein. Aber auch die Aminosäure Theanin, die eine beruhigende Wirkung besitzt, löst sich erst nach einigen Minuten im Tee. Welcher der Effekte überwiegt, ist noch nicht ausreichend erforscht. In einer Glaskanne kann man die Veränderungen des Tees beobachten. Man wird feststellen, dass einige Blätter am Boden, andere an der Oberfläche schwimmen. Irgendwann beginnen die oberen Blätter zu sinken, während die unteren aufsteigen. Das ist ein guter Zeitpunkt, den Tee abzugießen.

Soll der Tee stark anregend sein, können kurzzeitige Brühungen mit vielen Teeblättern verwendet werden. Die typischen starken Frühstücksmischungen mit geringer Blattgröße (große Oberfläche) sind auf diese Verwendung ausgelegt. Die Herstellung eines Teegetränks in umfunktionierten Kaffeemaschinen (Teemaschinen, vor allem Nordamerika) löst bei Durchlaufbrühung vor allem das Koffein. Die maschinelle Brühung führt aus verschiedenen Gründen zu starken geschmacklichen Verfremdungen, darunter die gleichzeitige Verwendung verschiedener Sorten in derselben Maschine sowie technisch bedingte Probleme bei der Reinigung. Teemaschinen haben in Deutschland einen geringen Absatz, der Tageskonsum von Tee ist gering.

Zubereitungsvarianten

Grüner Tee wird meist pur getrunken, eine bekannte Ausnahme ist der marokkanische Pfefferminztee auf der Basis von grünem Gunpowder, dem reichlich Zucker zugesetzt wird. Zum Schwarztee werden in verschiedenen Regionen traditionell verschiedene Zusätze in den Tee gegeben, so in England und Indien Milch (besonders bei aromatisierten Tees wie Earl Grey oder indischer Chai), in Ostfriesland Sahne, in der Mongolei und Tibet Butter, in Russland und Georgien auch Marmelade, Gelees oder in Sirup eingelegte Früchte. Die ursprünglich aus Russland stammende Zugabe von Zitrone oder Zitronenschale wird auch von einigen Teetrinkern in Westeuropa geschätzt. Am weitesten verbreitet ist die Zugabe der Süßungsmittel Zucker und Honig. Weißer Kandiszucker oder brauner Rohrzucker, auch brauner Kandis gelten als besonders geeignet. Letztere werden hauptsächlich für Kräutertee oder aromatisierten Tee benutzt.

Mit der in der Türkei gebräuchlichen zweiteiligen Teekanne (Çaydanlık) kann der Tee je nach Geschmack als dünner (açık çay) oder starker Tee (demli çay) serviert werden.

In Deutschland bildete sich nur in Ostfriesland eine eigene Teekultur. Hier trinkt man traditionell starken Tee (vor allem den in Ostfriesland abgefüllten Ostfriesentee) mit flüssiger Sahne sowie Kluntjes. Traditionell wird dieser nicht umgerührt, so dass der Geschmack sich von bitter bis süß-sahnig ändert.

Wasserhärte

Allgemein wird weiches Wasser bevorzugt. Bei den heutigen hohen Wasserstandards kann in Deutschland fast überall Leitungswasser verwendet werden. Bei Beeinträchtigungen durch Kalk oder Chlor kommen mitunter Wasserfilter zum Einsatz. Auch handelsübliches abgepacktes Wasser wird verwendet. Mineralhaltiges Wasser führt zu einer rascheren Trübung und geschmacklichen Veränderung des Getränks. Der Verbrauch von Teeblättern steigt mit der Wasserhärte, wobei sich allerdings auch durch großzügigere Verwendung die geschmacklichen Einflüsse der gelösten Mineralien nicht kompensieren lassen. In Regionen mit sehr kalkreichem Wasser bildet sich auf dem Tee ein Film und der Geschmack wird mitunter als minderwertig empfunden. Das gilt vor allem für weniger gerbsäurehaltige Teesorten wie Darjeeling, während zum Beispiel Assam oder Ceylon weniger empfindlich auf hartes Wasser reagieren.

Teegeschirr

In fast allen Kulturen wird Tee in speziellen Behältern zubereitet, in Kannen, Töpfen, größeren Keramik- und auch Holzgefäßen, die oft kulturtypische Formen aufweisen und vielerorts zum Kunsthandwerk zählen. Getrunken wird der Tee aus kleineren Trinkgefäßen, wie Schalen (Koppchen), Tassen undBechern. Bei der englischen Zubereitung werden meist eine Teekanne und Teetassen verwendet, die zu einem Service gehören, aber auch die Tassen- und Becherbrühung ohne Kanne ist gebräuchlich, die unter anderem in der Gastronomie dominiert. Beim Militär oder auf Expeditionen wird Tee oft mithilfe von leichterem Metall- oder Kunststoffgeschirr zubereitet.

In jedem Fall gilt für jedes Teegetränk, dass eine Abkühlung zu geschmacklichen Veränderungen und Trübungen führt, die nicht durch erneutes Aufwärmen rückgängig gemacht werden können. Die Trübungen bestehen aus Mineralien, Gerbstoffen, Ölen, Koffein und anderen Substanzen, die chemisch komplex miteinander reagieren und eine massive Veränderung der Zusammensetzung des Getränks bewirken. In heiß gehaltenem Tee treten sie später und in anderen Reihenfolgen auf, führen aber spätestens nach zwei bis sechs Stunden zu deutlichen Veränderungen. Teegeschirr ist oft auf gute Wärmespeicherung ausgelegt, die Kannen sind annähernd kugelförmig. Das Warmhalten ist bei großvolumigen Teekannen mit Deckel leichter, die auch oft mit kochendem Wasser vorgewärmt werden. Sie bestehen wie Kaffeekannen aus Porzellan und anderen keramischen Materialien oder Glas, auch Edelstahl, Gusseisen, emailliertes Blech oder Messing sind verbreitet. Zur Warmhaltung kommen oft Teewärmer, Teelichte und Stövchen zum Einsatz.

Für die Massenversorgung kann Tee in Kesseln gekocht werden, die durch ihr großes Volumen langsamer abkühlen. Am empfindlichsten reagiert tassengebrühter Tee (Teebeutel), der unmittelbar nach Erreichen der Trinktemperatur verzehrt wird.

Tee ist ein aromatisches Getränk und hinterlässt geschmackliche Spuren im Behälter. Insbesondere Behälter aus porösem Material (unglasierte Tonware) können Geschmacksstoffe aufnehmen und später wieder an den Inhalt abgeben. Deshalb werden solche Behältnisse oft ausschließlich für die Zubereitung für Tee, manchmal auch nur zur Zubereitung einer speziellen Sorte, verwendet. Teilweise ist dieser Effekt gewollt und es wird empfohlen, die Teekanne nur sporadisch zu reinigen. Glatte Oberflächen wie bei Teegeschirr aus Porzellan ermöglichen eine bessere Reinigung, so dass dieser geschmacksverändernde Effekt nicht auftritt. Bei Behältern aus Metall kann es zur Abgabe eines „metallischen“ Geschmacks an den Tee kommen.

Lagerung

Tee ist aromaempfindlich, er verändert sein Aroma bei unsachgemäßer Lagerung und nimmt auch Fremdgerüche schnell an. Deshalb werden Teeblätter oft in geschlossenen Behältern kühl, dunkel und trocken aufbewahrt. Optimal (weil arm an Luft-Depots), wenn auch nicht so ästhetisch wie edle Dosen, sind fest zugerollte Teetüten. Bei der Verwendung von Dosen kommt es schneller zu Alterungseffekten: Die aromagebenden ätherischen Öle schwinden und der Teegeschmack wirkt muffiger. Nach Anbruch sollte Tee in ungefähr zehn Wochen verbraucht werden. In ungeöffneten Packungen gilt er hingegen bis zu drei Jahre nach der Ernte als frisch. Trockener Tee ist fast unbegrenzt lagerfähig, sofern die alterungsbedingten geschmacklichen Veränderungen hingenommen werden. Auch der Koffeingehalt verändert sich durch die Lagerung praktisch nicht.

Tee wird oft getrennt von allen Arten Gewürzen, Aromen und Küchengerüchen aufbewahrt, gelegentlich in kleinen Schränkchen oder einer Truhe. Auch aufsteigender Dampf vom Herd oder Spülbecken schadet dem Teearoma.

Dosierung

Bei der englischen Zubereitung wird vergleichsweise weniger Teeblatt verwendet als bei vielen anderen Zubereitungsformen. Der Tee wird dabei gut ausgenutzt. Nur die Verwendung von Teestäuben ist effizienter. Allgemein kann pro Tasse ungefähr mit zwei Gramm Teeblättern gerechnet werden, bei Schwarztee ist das etwa ein Teelöffel, der als ungefähres Volumenmaß hier seinen Namen erhielt. Die ideale Menge hängt von der verwendeten Teesorte, vom Wasser, vom Erntejahr des Tees und vom persönlichen Geschmack ab.

Teekulturen

Asien

In Korea, Japan, Vietnam und China verwendet man keine Siebe oder Beutel, sondern gießt das heiße Wasser direkt zu dem Tee in die Kanne oder Tasse. Die nassen, in der Regel unzerkleinerten Teeblätter sind schwerer als das Wasser und setzen sich am Grund des Gefäßes ab. Der Tee kann so problemlos oben abgegossen bzw. abgetrunken werden. Ebenfalls in Benutzung sind Siebeinsätze in der Kanne, welche die Teeblätter zurückhalten sollen. Dabei wird der Tee bis zu dreimal aufgegossen, bevor man neue Teeblätter verwendet. Nach dem ersten Aufguss zu wechseln, gilt als ein Zeichen von Dekadenz. Auch das Süßen des Tees ist in diesen Ländern unüblich. In China bildeten sich mit dem Gong Fu Cha und in Japan mit dem Sadō unterschiedliche Teekulturen aus.

Indien übernahm Tee als Getränk erst im 19. Jahrhundert von der britischen Kolonialmacht, wurde aber schnell zu einem bedeutenden Hersteller, da der Tee großflächig angebaut wurde, was auch den Eigenkonsum ermöglichte. Tee wird heute an vielen kleinen Ständen entlang der Straßen angeboten und in der Regel nicht aufgebrüht, sondern aus billigem Assamtee zusammen mit Gewürzen und Milch aufgekocht. Dieser Tee heißt Masala chai, meist einfach als chai bezeichnet. Häufig enthalten sind Zimt, Kardamom, Ingwer, Pfeffer und Gewürznelken, jeweils in Stücken. Die Zusammensetzung variiert je nach Rezept und Region. Stangenzimt wird in Indien oft an Stelle eines Löffels zum Umrühren von diesen oder anderen Teezubereitungen verwendet. In Südindien wird auch heute noch eher Kaffee als Tee getrunken, und letzterer zumeist ohne Gewürze.

In Tibet wird Buttertee (Po cha od. Sutschia) getrunken; das ist ein salziger Schwarztee mit Butter von Yak-Kühen (Dris), der in einem Rohr zubereitet wird. Er ähnelt im Geschmack eher einer dünnen Suppe, was für Nicht-Tibeter gewöhnungsbedürftig ist. Buttertee führt dem Körper durch das viele Fett reichlich Energie zu und hilft damit an kalten Tagen die Körpertemperatur zu halten.

In Ländern wie Thailand wird zum Tee häufig Kaffeeweißer (non-dairy creamer) anstelle von Milch gereicht, wegen der Laktoseintoleranz der Bevölkerung. In Malaysia gibt es sowohl die chinesische als auch die indische Teekultur, hier hat im 20. Jahrhundert auch Eistee eine große Bedeutung gewonnen.

Russland

Nach Russland kam der Tee im 17. Jahrhundert aus der Mongolei. Das Getränk wurde zunächst am Hof des Zaren und von den Bojaren getrunken, 1670 war es in Moskau und in Nischni Nowgorod allgemein verbreitet, nicht jedoch im übrigen Russischen Reich. Deshalb erhielten die Einwohner Moskaus den Spitznamen „Teetrinker“ oder auch abfällig „Wassersäufer“. Erst im 19. Jahrhundert wurde Tee in ganz Russland zu einem Alltagsgetränk.

Russischer Tee wird in einem kleinen Kännchen zu einem Sud, der Sawarka, einem Konzentrat, verkocht. Mit heißem Wasser aus einem Samowar wird dieser Sud aus dem Kännchen dann in der eigenen Tasse bzw. dem eigenen Glas dann zum individuellen Teegetränk verdünnt. Der Sud ist bis zu sechs Stunden haltbar; allerdings führt bereits eine leichte Abkühlung zu einer deutlichen Trübung und geschmacklicher Veränderung, sobald der Sud mit heißem Wasser verdünnt wird. Der Sud ist stark tanninhaltig und schmeckt bitter. Als Süßungsmittel wird dazu oft löffelweise Marmelade gelutscht. Ähnlich wie in der arabischen Teekultur gilt der Tee insgesamt als Süßgetränk.

Wie bei allen Sudverfahren, müssen die Teeblätter vorher in mehreren Durchgängen mit heißem Wasser aus dem Samowar „gewaschen“ werden. Manchmal wird auch kaltes Wasser verwendet. Die Waschungen müssen zeitlich rasch hintereinander und mit einer kurzen Zugzeit erfolgen. Ohne diesen Vorgang wird der Sud unbrauchbar und trübe. Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Zum einen ist dieser Tee oft staubig, zum anderen werden bei der Waschung leicht lösliche oberflächlich eingelagerte Stoffe ausgespült, die die komplexen Vorgänge bei der Trübung beschleunigen würden. Das abgegossene Wasser ist allerdings glasklar, da der Staub noch nicht gequollen ist. Nach der letzten Waschung wird der Sud mit heißem Wasser angesetzt. Gleichzeitig wird das Wasser im Samowar nachgefüllt und etwa 20–30 Minuten lang am Kochen gehalten. Aufsteigender Dampf umströmt die Kanne mit dem Sud und hält ihn heiß. Ist der Tee trinkfertig, wird die Temperatur im Samowar auf ein leichtes Köcheln gesenkt und gehalten. Soll ständig frischer Tee verfügbar sein, muss das zwei- bis dreimal täglich gemacht werden. Diese Prozedur war vor der Erfindung des elektrisch betriebenen Samowars bei Holzfeuerung überaus aufwendig und erforderte viel Übung. Der angesetzte Sud darf durch nachgefülltes Wasser im Wasserraum des Samowars nicht abkühlen. Es ist in Russland üblich, den Sud mit heißem Wasser zu verdünnen und erneut aufzukochen oder weiteres gewaschenes Blattgut zuzusetzen.

Außerhalb des russischen Kerngebiets gibt es jedoch zahlreiche Varianten der Teezubereitung ohne Samowar. Bei den Mongolen erinnert die Zubereitung an die der Tibetischen Teekultur. Hier wird grünerZiegeltee (eine Trockenpressform) zerkleinert, mit Wasser aufgekocht und dann mit Milch und Yak-, Rinds- oder Schafsfett, etwas geröstetem Mehl und Reis oder Weizen vermischt und mit etwas Salz abgeschmeckt. Diese Mischung wird 10 bis 15 Minuten gekocht und hat Ähnlichkeit mit einer Suppe. In Georgien wird die trockene Teekanne erhitzt, dann kommen die Teeblätter hinein und kurz darauf heißes Wasser; der Tee zieht wenige Minuten.

Ostfriesische Zubereitung

Hauptartikel: Ostfriesische Teekultur

Britische Zubereitung

Hauptartikel: Britische Teekultur

Orient

Ein ähnliches Zubereitungssystem wie beim Samowar stellt der in orientalischen Ländern beliebte Çaydanlık dar. Auch dieser Tee muss gewaschen werden, um die sonst sicher eintretenden Trübungen und geschmackliche Verfremdungen zu vermeiden. Der Verbrauch von Teeblättern ist auf die Tasse gerechnet sehr hoch. Er wird oft sehr stark getrunken und extrem gezuckert. Beimischungen von Zitrone und Milchprodukten sind unüblich. Orientalischer Schwarztee, der oft in der etwas preisgünstigeren Kilopackung angeboten wird, eignet sich nicht für die englische Zubereitungsform. Das Ansetzen des Suds erfordert Übung. Kenner orientalischen Tees können am Geschmack erkennen, ob die Waschungen richtig durchgeführt wurden bzw. was gegebenenfalls falsch gemacht wurde.

Tees auf Kaffee-freun.de

Tea Selection Schwarzer Tee
Teegenießer aufgepasst: Ob erfrischend, fruchtig oder unvergleichlich fein aromatisch – die Tchibo Tea Selection bringt ab sofort besonders abwechslungsreiche Geschmackserlebnisse auch zu Ihnen nach Hause. Sechs Sorten aus den besten Anbaugebieten der Welt stehen zur Auswahl. Bisher gab es die Tchibo Tea Selection nur in den Tchibo Kaffee Bars, nun sind sie auch dauerhaft in den Tchibo Filialen oder auf Tchibo.de erhältlich. Erlesene Auswahl aus den Teegärten dieser Welt Für die Tchibo Tea Selection werden nur Blatt-Tees aus ausgesuchten Teegärten der Welt verwendet. Ob aus der afrikanischen Savanne oder der europäischen Berglandschaft: ihre Herkunft ist so unterschiedlich wie die Teesorten …

Teatime bei Cafissimo
Jetzt gibt es auch Teekapseln von Tchibo Heut nachmittag hat es wieder mal bei uns geklingelt an der Tür. Es war der Postbote, der meiner Frau ein kleines Päckchen überreichte. Von all dem habe ich gar nichts mitbekommen, da ich total vertieft am Rechner an etwas gearbeitet habe, umso verblüffter war ich als meine Frau ein kleines Päckchen mir auf dem Tisch gelegt hatte. Der Absender war Tchibo und in diesem kleine Kästchen waren drei neue Cafissimo Kapseln. Das waren abe rnicht nur irgendwelche Kapseln, sondern die neuen Teekapseln für die Cafissimo.  Das ist sehr gut! Denn, in anderen Ländern …

Sonnentor Tee
Seit jeher ist die Sonne ein Symbol des Lichts und in diesem Sinne hat sich das Unternehmen Sonnentor im Jahr 1988 in Österreich gegründet. Als Vorreiter in der Biobranche vertreibt Sonnentor Tee, Gewürze und andere ökologisch produzierte Lebensmittel. Ökologische Qualität als oberstes Gebot Tees aus dem Hause Sonnentor werden nach strengen ökologischen Richtlinien ausgewählt. Dazu gehört eine pestizidfreie Produktion ebenso wie eine gerechte Entlohnung nach den Fair trade Richtlinien. Die Hersteller der Teekräuter müssen selbst ökologisch zertifiziert sein und werden regelmäßig auf die Einhaltung der strengen Anbauanforderungen im ökologischen Landbau kontrolliert. So erfüllt Sonnentor Tee die EU-Verordnung für biologische Landwirtschaft, …

Caffitaly Kapselbox aus Holz
Die wenigsten dürften wissen, das die Tchibo Cafissimo Kapselmaschinen keine eigene Entwicklung von Tchibo sind, sondern von dem italienische Hersteller Caffitaly stammen. Auf der IFA 2012, habe ich den Stand dieser Firma durch Zufall entdeckt und viele neue tolle Kapseln entdeckt. Dresden – Als ich mich am Stand von Caffitaly vorstellte, wurden mir alle neuen Maschine gezeigt, und ich habe ein großzügiges Kapseltestpaket bekommen, das ich bei mir zuhause heute in meiner Tchibo Cafissimo Compact teste. Das besondere an den Kapseln ist, dass darunter auch sorten sind, die man bei Tchibo nicht zu kaufen bekommt, wie z.B. leckeren Kamillentee in …

Pure Tea Logo
Über biologisch angebauten Kaffee habe ich schon oft berichtet, heute möchte ich wieder einmal ein Blick über den Tellerand wagen und mich dem Biotee widmen. Das Tee Magazin schreibt über Biotee folgendes. Biotee ist im doppelten Sinne gut für uns. Er hat eine bessere Umweltbilanz als Kaffee und neben den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, ist er im Vergleich zum konventionellem Tee, völlig frei von Pflanzenschutzstoffen. So braucht z.B. eine Tasse Tee achtmal weniger Wasser für die Produktion, als eine Tasse Kaffee (140 Liter). Denn neben den Wasser für das Getränk selber fließen der Verbrauch für den Anbau der Kaffeebohnen bzw. Teepflanzen, und …

Dolce Gusto Logo
Mit Nescafé Dolce Gusto wird die Sommerzeit zur Eis(tee)zeit! Neben seinen zahlreichen Kaffee- und Kakaospezialitäten setzen die Kapselexperten ab April auf eine neue Sorte: Nestea Lemon. Der Clou: Dank des Profidrucks der Maschine hat der zitronige Eistee eine feine Schaumkrone und sorgt für Erfrischung pur. Einfach zitronig: Nestea Lemon Pünktlich zum Frühjahr bringt Nescafé Dolce Gusto mit Nestea Lemon eine innovative und bislang einzigartige Kapselvariante für Kaltgetränke auf den Markt. Für die heißen Sommerstunden bedeutet das eine herrliche Abkühlung. Typisch Nescafé Dolce Gusto: Der neue Nestea Lemon ist kinderleicht und innerhalb kürzester Zeit zuzubereiten. Kapsel einlegen, Eiswürfel ins Glas und …

Kaffee-Freunde Logo Espresso, Kaffee und Kaffeevollautomaten im Test
Der Dallmayr Gastronomie-Service und Heimbs Kaffee präsentieren vom 09. bis zum 14. März 2012 ihr Produktangebot auf der Fachmesse Internorga in Hamburg. Eines des Messehighlights: der Relaunch der Marke Heimbs Kaffee. Besucher können auf dem gemeinsamen Stand in die Kaffee- und Teewelten von Dallmayr und Heimbs eintauchen. Drei Genusskonzepte auf einem Stand: vorbeikommen, informieren, probieren Täglich von 10 bis 18 Uhr stehen die Mitarbeiter von Dallmayr und Heimbs Rede und Antwort zum vielfältigen Angebot im Außer-Haus-Bereich und freuen sich auf anregende Gespräche. Der gemeinsame Messestand bietet auf 250 qm das passende Ambiente: Lounge-Atmosphäre mit einer 15 m langen Bar, an dem ein Barista-Team …

Fairtrade Siegel
Fairtrade und Naturkost passen gut zusammen! Das zeigt der hohe Bio-Anteil im Fairtrade-Sortiment: Nach ersten Hochrechnungen trugen 2011 rund 65 Prozent der Fairtrade-Produkte auch ein Bio-Siegel, eine Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Armut ist der größte Feind der Umwelt“, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath auf der Leitmesse für Bioprodukte ‚BioFach‘ in Nürnberg. „Eine nachhaltige Entwicklung ist nur innerhalb eines funktionierenden Ökosystems möglich. Deshalb gibt es bei Fairtrade neben sozialen und ökonomischen Richtlinien auch strenge Umweltkriterien.“ Klimawandel und seine Auswirkungen auf Kleinbauern und Arbeiter sind große Herausforderungen für den Fairen Handel. Durch „Insetting“ haben Fairtrade-zertifizierte Händler die Möglic hkeit, CO2-Emissionen …

Kaffee-Freunde Logo Espresso, Kaffee und Kaffeevollautomaten im Test
Essen wie Kaiser, König oder Bettelmann Mittlerweile dürfte es bei jedem Menschen, der sich bemüht relativ gesund zu leben, angekommen sein, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist. Ein schöner, schon recht alter bekannter Spruch lautet „Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“. Dieser Spruch trifft es genau und so sollte das Frühstück demnach einem Kaiser gerecht sein. Energie tanken für den Tag Wie könnte so ein kaiserliches Frühstück aussehen? Wichtigster Faktor dafür ist allerdings, dass man sich die Zeit für ein solches ausgiebiges Frühstück nimmt. Am besten steht man mindestens …

Dallmyr verlost Sommer Teesets, nehmt jetzt am Gewinnspiel teil und gewinnt eurer Teeset. Auch wenn das Wetter hier in Dresden gerade nicht das beste ist, so naht doch bald der Sommer mit seinen hohen Temperaturen. Da kommt mir eine Erfrischung in Form eines Eistees gerade recht. Wer jetzt auch von Dallmayr etwas gewinnen möchte kann hier teilnehmen. Gesucht wird der Name der neuen Teespezialität. Ich denke, das sollte doch leicht zu lösen sein. 😉 Bild: Dallymayr Eistee | (c) Hersteller Die Firma schreibt selber über ihr Produkt: „Dieser feinaromatische Blend besteht aus Rooibuschtee, Hibiskusblüten, Grünem Tee, Schwarzem Tee, Apfelstücken, Lemongras, …

Heute sind wir nach IKEA zum Frühstücken und Einkaufen gefahren. Ich kann euch sagen, dass man dort wirklich gut und für kleines Geld essen kann. Um 9:30 Uhr haben wir uns mit einer Freundin und ihren Sohn bei IKEA zum Frühstück verabredet. Zum Glück haben wir in Dresden einen Ableger der schwedischen Möbelhauskette, so dass die Anfahrt nicht all zu lange gedauert hat. Da wir so früh da waren haben wir einen Familienparkplatz direkt am Eingang bekommen. Wir waren ein wenig zu früh da, so dass wir noch fünf Minuten warten mussten, bis die Schiebetüren aufgingen. Das Frühstücksangebot von IKEA …

Senseo Tee-Set
Gerade habe ich eine Dokumentation entdeckt, die beschreibt, wo der grüne Tee wächst. Auf Filmtipps24 wurde ich fündig. Ich selber trinke nur gelegentlich Tee, aber vielleicht interessiert sich ja der Eine oder Andere Kaffeeliebhaber auch für Tee. In der Doku wird die japanische Insel Kyushu vorgestellt. Dort liegt das größte Bio-tee Anbaugebiet Japans.  Die Teepflanzen finden ideale Bedingungen in der Vulkanlandschaft Kyuschu vor. Der Grüne Tee ist in Japan nicht nur irgendein Genussmittel, wie der Kaffee hier. Er ist dort Bestandteil der Kultur – Genuss, Philosophie und Lebenskunst in einem sind in ihm vereint. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass …