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Die Tchibo Rarität India Pahari‏

Kaffeetest: Tchibo Rarität Nr.7/2015

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India Pahari Verpackung
Foto: Die India Pahari Verpackung
In der kommenden Woche kommt die neue Tchibo Rarität India Pahari in die Filialen des Hamburger Kaffeerösters. Das Besonder an der 7. Rarität ist, dass es sie nicht nur als Kaffeebohnen gibt, sondern auch als Kaffeekapseln für die Cafissimo Kapselmaschinen.
Was als erstes bei de neuen Rarität auffällt ist die neue Verpackung. Sie gefällt mir sehr gut. Die India Pahari Kaffeebohnen werden dieses Mal in einem mahagonifarbenen Zylinder aus Pappe präsentiert. Zusätzlich ist ein indischer Elefant mit allerlei Verzierungen auf der Verpackung  dargestellt. Insgesamt macht schon allein die Verpackung einen sehr wertigen Eindruck.

Was bedeutet eigentlich Pahari?

Tchibo hat seine Rarität den Namen India Pahari gegeben. Was  heißt eigentlich Pahari, fragte ich mich.  Also habe ich mal kurz Wikipedia um Rat gefragt. Dort heißt es, in der englischsprachigen Wikipedia, denn in der Deutschen kann man ja nur „relevante“ Begriffe finden,  dass Pahari eine indo-arische Volksgruppe in Indien sind. Diese Volksgruppe ist auch unter den Namen Pahadi bekannt. Sie ist eigentlich eher im Norden Indiens anzutreffen, genauer gesagt in der Himalaya Region an der Grenze zu Pakistan und Nepal. In Nepal stellen  sie sogar ein Drittel der Bevölkerung. Der Begriff Pahari stammt von dem Wort Pahar ab, was soviel wie Hügel bedeutet. Die Pahari sind also die Menschen vom Hügel bzw. Bergregion, eine Referenz an das Himalya Gebirges.

Das Anbaugebiet des India Pahari Kaffees

Im Gegensatz zu seinen Namensgebern, stammt der India Pahari Kaffee von der „Yelnoorkhan Plantation“, die mitten in den Bada Budan Gebirgskette im Südwesten Indiens liegt. Das Anbaugebiet im Badu Budan Gebierge hat eine Höhe von 1500 bis 2000 Metern.

Übrigens, Bada Budan war im 16. Jahrhundert ein Sufi. Die Legende sagt, dass er während seiner Pilgertour nach Mekka, der Haj,  Bada Budan den Kaffee im Jemen kennengelernt und nach Indien mitgebracht hat. Nach ihm wurde das Anbaugebiet benannt.

Die Kaffeebohnen

India Pahari Kaffeebohnen
Foto: India Pahari Kaffeebohnen

Die Bohnen sind relativ dunkel geröstet und vergleichsweise klein, wenn ich an die letzte Rarität denke.

Zubereitung

Wie immer bereite ich für den Kaffeetest die Bohne in meiner Stempelkanne zu. Das mache ich um leichter eine Vergleich zu den anderen Kaffees ziehen kann. Ihr könnt den Kaffee aber auch in iener Filterkaffeemaschine oder in einem Kaffeevollautomaten zubereiten. Kenner werden jedoch vielleicht die Zubereitung mit einem Handfilterbevorzugen. Für die French Press habe ich die Kaffeebohne grob mit dem Mahlgrad 9 gemahlen. Ich habe dieses mal Mineralwasser im Wasserkocher gekocht und dann  auf ca. 95 °C abgekühlen lassen. Das Kaffeepulver wurde dann damit aufgegossen konnte ca. 6 Minuten lang ziehen.

Geschmack

Tchibo schreibt, dass der Kaffee „Anklänge von dunkler Schokolade“, habe. Damit hat de Chefeinkäufer von Tchibo Andreas Christmann nicht untertrieben. Er hat einen wirklich exzellenten Kaffee ausgesucht. Im vergleich zur 6. Rarität liegen Welten!!! Der India Pahari ist wirklich lecker und man sollte ihn möglichst schearz trinken, damit man auch seine leckeren Aromen schmecken kann.  Ich würde dazu ein Stück Schokoladenkuchen essen. Ein Freund, mit dem ich diesen Kaffee zusammen getestet habe, würde eher einen Bienestich doer Käsekuchen bevorzugen.

Fazit

Kaffeebohnen aus Indien
Foto: Kaffeebohnen aus Indien

Tchibo hat dieses mal bei mir voll ins Schwarze getroffen. Ich liebe diesen Kaffee!!! Ich kann ihn jeden nur wärmstens weiterempfehlen. Die Preisleistung stimmt hier auch. Wer einfach mal nach Yelnoorkhan Platation Kaffee sucht, wird deutlich preisintensivere Kaffees von anderen Röstern finden.

Aber ich muss auch etwas bemäkeln. Wer den Artikel aufmeksam gelsen hat, weiß vielleicht, was jetzt kommt, Ich finde die Namensgebung des Kaffees ehe unpassend. Der Name India Pahari hört sich zwar schön melodisch an, hat aber keinerlei Bezug zu diesem Kaffee. Da wäre eine Referenz an den Sufi Bada Budan passender gewesen. Auch die Hintergrund Story wäre  einen gewesen, die den Kaffeestandort Indien mehr betont hätte. Denn der Subkontinent ist in unseren Köpfen immer noch eher für seine Tees bekannt, anstatt für seine Kaffees.

Eckdaten im Überblick

Name: India Pahari
Herkunft: Indien, Yelnoorkhan Plantation
Produkt: Caffè Crema Rarität und Grand Classé Espresso
Geschmack: Angenehme Röstnote mit Anklängen von dunkler Schokolade
Qualität: 100 % Arabica-Bohnen
Zertifizierung: In Zusammenarbeit mit UTZ unterstützt Tchibo die Schulung von Kaffeebauern. Ziel ist eine erhöhte Effizienz der Produktion sowie bessere Produktqualität bei gleichzeitiger Rücksichtnahme auf Mensch und Umwelt.
Preis: Caffè Crema Rarität: 9,99 Euro / 500 g, Cafissimo Grand Classé Espresso: 3,99 Euro
Verfügbarkeit: Ab 9. November 2015, nur solange der Vorrat reicht unter www.tchibo.de/raritaet und www.tchibo.de/grandclasse
Nachhaltigkeit: Alle Privat Kaffees stammen zu 100 % aus nachhaltigem Anbau. Nachhaltigkeit ist der Schlüssel zu dauerhaft hochwertiger Qualität. Deswegen engagiert sich Tchibo gemeinsam mit den international anerkannten Organisationen Rainforest Alliance, UTZ Certified sowie dem Bio-Siegel für die nachhaltige Verbesserung der Bedingungen von Mensch und Natur in den Kaffee-Ursprungsländern.
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