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St. Lucia Karibikkaffee im Test

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Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 36 Sekunden

Wir haben zum Test vom Karibik-Shop.net ein Säckchen voll mit Kaffee von der der Karibikinsel St. Lucia bekommen.  Für alle weniger in Geographie bewanderten, die Insel St. Lucia gehört zu den Westindischen Inseln in der Karibik und gehört zu den kleinen Antillen.

St. Lucia Karten

Die Region um St. Lucia
Die Region um St. Lucia
Saint Lucia
Die Karibikinsel Saint Lucia

Laut Wikipedia hat die Insel gerade mal 173907 Einwohner. Echte Hochlandkaffees darf man von hier nicht erwarten, denn der Mount Gimie markiert mit seinen 950 Metern den höchsten Punkt der Insel. Die Insel ist viel mehr für seine Bananen bekannt, als für seinen Kaffee. Aber das wollen wir nun ändern, hoffe ich. 🙂

Der St. Lucia Kaffee

Auf dem ersten Blick sticht der Kaffee durch seine originelle Verpackung heraus. In einem kleinen Jutesäckchen, werden die gerösteten Bohnen geliefert. Damit das Aroma einigermaßen erhalten bleibt, sind die gerösteten Bohnen nochmals in einer Plastiktüte eingepackt.

Saint Lucia Kaffee Verpackung
Saint Lucia Kaffee Verpackung

Das der Kaffee nicht wirklich luftdicht verpackt ist merkt man leider auch. Bei miener ersten Geruchsprobe war das Aroma jetzt nicht wirklich so ausgeprägt, wie es hätte sein können. Ja, das Kaffee hatte sogar ein wenig den Geruch der Plastiktüte angenommen, mit der er zusätzlich eingepackt war. Ich habe den Geruch wirklich mit mehreren Kaffeebohnen verglichen, die ich noch zuhause gelagert habe und den Unterschied würde sogar ein Laie direkt merken.

Die St. Lucia Kaffeebohnen

Saint Lucia Kaffeebohnen
Die Saint Lucia Kaffeebohnen

Wir haben hier eine Mischung aus Arabica und Robusta Bohnen. Das Bild unten zeigt wie deutlich der Unterschied zwischen den beiden Bohnen ist.

Unterschied zwischen Robust und Arabica Bohnen
Unterschied zwischen Robust und Arabica Bohnen

Ich habe mir zwei Bohnen aus dem Säckchen herausgepickt, um euch den Unterschied nochmal zu verdeutlichen. Links die kleinere rundlichere Robusta Bohne mit viel Koffein, rechts die größere ovale Bohne mit mehr Aroma. Einen 100 % Arabica-Kaffee habe ich auch nicht erwartet, schließlich ist St. Lucia nicht der Ideale Anbauort für Arabica-Bohnen. Die Robusta-bohnen werden mit dem relative flachen Terrain aus Saint Lucia besser klar kommen.

Außerdem wird auf der Verpackung nur mit 100 % Caribbean Coffee Beans geworben. Was im Klartext eine Mischung aus Robusta und Arabica Bohnen ist.  Das soll jetzt nicht heißen, dass eine Mischung aus beiden Bohnen sofort schlechter ist als sortenreine Kaffees.

Der Geschmack

Ich habe die Bohnen mit meiner Stempelkanne zubereitet. Das Wasser mit dem Wasserkochern zum sieden gebracht und dann auf ca. 90 °C abkühlen lassen. Den Kaffee habe ich grob (Mahlgrad 8) mit meiner elektrischen Tchibo-Mühle gemahlen und in die Kanne gegeben. Dann mit meinem heißen und vorgefilterten Wasser aufgegossen und ca. 6 Minuten ziehen lassen.

Das Ergebnis hat mich positiv überrascht. Der Geschmack ist jetzt nicht die Offenbarung, aber deutlich besser als ich erwartet habe. Ich habe hier nur wenig Säure herausgeschmeckt, dennoch hatte der Kaffee eine leicht fruchtig zitronige Note. Der Kaffee einen mittleren Körper und schmeckt recht mild. Ich glaube das Prädikat süffig und bekömmlich, wäre hier passend. Auch mein Herz scheint den erhöhten Koffeingehalt dieses Kaffees zu spüren.

Dieser Kaffee ist ein guter Muntermacher für den Morgen. Zusammen mit ein Brot mit Aprikosenkonfitüre zum Frühstück, kann er den Start in den Tag deutlich erleichtern.

Das Preisleistungsverhältnis

Dieser Kaffee kostet auf  Karibik-shop.net stolze 12,99 € für 224 Gramm. Das ist wirklich nicht günstig. Der Kaffee verfügt über keinerlei Nachhaltigkeitssiegel, was einen höheren Preis zusätzlich rechtfertigen würde. Nichtsdestotrotz ist das Angebot von diesem Kaffee recht begrenzt, so dass der Markt diesen Preis rechtfertigt, nur ob auch die Bauern etwas davon haben, bleibt zweifelhaft.

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