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Kaffeetest: PrimeBeans Nicaragua Momotombo

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Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 39 Sekunden

Nicaragua Momotombo
Foto: Primebeans Nicaragua Momotombo

Dieses Wochenende habe ich den Nicaragua Momotombo Kaffee von Primebeans getestet. Man kann ihn im Internet unter www.primebeans.com bestellen. Das alleine ist noch nichts neues Internet-Kaffeeröstereien gibt genug im Netz. Aber diese hier hat ein besonderes Gimmick.

Ich habe nicht einfach so diesen Kaffee getestet, sondern konnte ihn mittels eine ausgeklügelten Geschmacksfinder im Shop von PrimeBeans entdecken und bestellen. in 5 Schritten kann man nämlich dort seinen Lieblingskaffee finden. In dieser Form habe ich noch keine Kaffee im Internet entdeckt und bestellt und ist für mich neu.

Im ersten Schritt fragt PrimeBeans nach der Zubereitungsmethode, die man zuhause nutzt. Das ist wirklich sinnvoll, denn jeder Kaffeetrinker bereitet seinen Kaffee anders zu und je nach Zubereitungsmethode ändert sich auch das Aroma des Kaffees.

Wie bereitest Du Deinen Kaffee zu?

Aktuell filtere ich lieber meinen Kaffee bzw. nutze die Stempelkanne. Ich habe daher die Filtermethode ausgewählt. Im nächsten Schritt fragt Primebeans, ob man seinen Kaffee Schwarz oder mit Milch trinkt. Auch diese Frage ist wichtig. Kaffees für Milchtrinker sind etwas stärker und können auch etwas bitterer und saurer sein im Geschmack. Schließlich übertüncht die Milch diese eher unangenehmen Geschmacksnoten.

Wie trinkst Du Deinen Kaffee?

Ich selber bin Purist und möchte den Kaffee in seiner reinste Form genießen und trinke lieber schwarzen Kaffee. Dann kommt die Frage nach dem Röstgrad. Will man also eher hell gerösteten Kaffee , oder dunkel gerösteten Kaffee trinken oder gar entkoffeinierten Kaffee, z.B. wenn man schwanger ist.

Welchen Röstgrad?

Schwanger kann ich nicht werden und ich mag es lieber etwas dunkler, also habe ich mich für die dunkle Variante entscheiden. Nah dem die Rahmenbedingungen klar sind, wie wir unseren Kaffee am liebste trinken, geht es ans Eingemachte. PrimeBeans fragt seine Nutzer nun im vierten Schritt nach der Geschmacksrichtung.

Welche Geschmacksrichtung?

Kaffee schmeckt nicht nur einfach nach Kaffee, sondern besteht aus über 1000 Einzelaromen. Diese könne je nach Röstung und Bohne anders zusammengesetzt sein.  Kaffeesommeliers können feinste Geschmacksuntershiede mit ihre Nase und Zunge erschmecken und sogar wie beim Wein, Rückschlüsse auf das Anbaugebiet (Terroir) schließen. Als Laie sollte man in der Lage sein drei grobe Geschmacksrichtungen zu identifizieren. Das sind eher nussige, schokoladige oder würzige Kaffees. Mir persönlich fehlt noch die Auswahl an fruchtigen Kaffees.  Da ich diese Auswahl hier nicht bei den dunkel gerösteten Kaffees hatte, habe ich mich für die schokoladige Variante entscheiden.  Hätte ich mich für die hell gerösteten Kaffees entschieden, hätte ich die Wahl zwischen blumig, süß und fruchtig gehabt.

Schon Deinen Lieblingskaffee gefunden?

Der PrimeBeans Geschmacksfinder hat mir dann den Nicaragua Momotombo als Liebingskaffee vorgeschlagen. Aber war das Ergebnis auch wirklich richtig?  Ich verrate es euch weiter unten.  🙂

Herkunft

Wer meinen Kaffeeblog regelmäßig liest, weiß, dass ich nicht einfach nur über den Kaffee schreibe. Ich interessiere mich auch für die Herkunftsländer des Kaffees. Dieser Kaffee stammt aus dem mittelamerikanischen Nicaragua.  Die Kaffeebohnen tragen noch zusätzlich den Namen Momotombo. Phonetisch erinnerte mich der Name eher an Afrika, aber wie eine kurze Recherche im Internet feststellte, handelte sich hierbei um einen Vulkan in Nicaragua, der am Managuasee (Lago Xolotlàn) liegt. Auf der Karte unten könnt ihr das Gebiet erkunden.

Der Momotombo ist ca.1297 Meter hoch. Der Vulkan hat auch politisch eine eher gruselige Geschichte. Denn unliebsame politische Gegner des Diktators Anastasio Somoza Debayle (Tachito), sollen hier in den Vulkan geworfen worden sein. Heute wird das sicherlich nicht mehr so gemacht. Nicaragua hat heute eine halbwegs „normale“ Demokratie mit „Präsidialsystem“, wobei hier europäische Maßstäbe, doch ein wenig zu hoch gegriffen wären. Aber kommen wir zurück zum Kaffee. PrimeBeans macht aus der Herkunft seiner Kaffees kein Geheimnis und teilt auf der Rückseite de Verpackung die genaue Herkunft mit.  Alle wichtigen Daten werden hier kommuniziert. Das ist wirklich gut.

Nicaragua Momotombo Rückseite
Foro: Nicaragua Momotombo Rückseite der Verpackung

Wichtige Eckdaten

  • Land: Nicaragua
  • Region: Jinotega
  • Farmer: Juan de Dios de Castillo
  • Varietät: Caturra
  • Anbauhöhe: 1350 m – 1700 m
  • Aufbereitung: gewaschen
  • Ernte: Dez. – Apr. handgepflückt

Aus den Eckdaten geht hervor, das der Kaffee aus der Region Jinoega stammt und nicht direkt vom Momotombo.  Auch ein Kaffeefarmer wird hier genant. So bekommt der Kaffee doch gleich ein Gesicht. Aber wieso hat der den gleichen Namen wie der mexikanische Fußballer und Trainer hier? Ist das nur ein Zufall?

Die Momotombo Kaffeebohnen

Nicaragua Momotombo Kaffeebohnen
Foto: Nicaragua Momotombo Kaffeebohnen

Die Kaffeebohnen sind schön dunkel geröstet. Ich konnte auc keien Bruchbohnen in meiner Probe entdecken.

Fazit

Der PrimeBeans Nicaragua Momotombo  250g kostet im Onlineshop 6,65 € plus 3,90 € Versand innerhalb Deutschlands. Das ist nicht gerade billig. Zu mal nicht klar ist, ob es sich hierbei auch um einen nachhaltig produzierten Kaffee handelt. Ich habe zumindest keinen Hinweis auf Fairtrade oder einem anderen Nachhaltigkeitssiegel gefunden. Dafür aber einen etwas längeren Text auf der FAQ Seite des Shops in der genau erklärt wird, warum und wieso PrimeBeans seine Kaffee nicht zertifizieren lässt. Die Fragen 10 bis 12 geben hier die ausführlichen Antworten, auf die Fragen, die ich hatte. Als Zusammenfassung für Euch kann ich sagen, das ich die Argumente gut nachvollziehen konnte. Letztendlich muss jeder selber entscheiden, wie er hierzu steht. Ich empfehle euch daher eine Blick in die FAQs des Shops.

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