kaffee-freun.de > Wissenschaft & Tricks > Physiker verstehen jetzt den „Kaffeering-Effekt“

Physiker verstehen jetzt den „Kaffeering-Effekt“

0
Shares
Pinterest Google+

Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten, 18 Sekunden

Die Physiker Peter J. Yunker, Tim Still, Matthew A. Lohr & A. G. Yodh von der Pennsylvania State University haben jetzt eine plausible Erklärung für den „Kaffeering-Effekt“ gefunden, und können jetzt genau erklären, warum sich am Rand eines Kaffeeflecks ein Rand bildet.

So ziemlich jeder Kaffeetrinker kennt ihn, den Kaffeefleck mit dem dunklen Kaffeerand. Es sind manchmal die kleinen Dinge des Alltags, die seit langem auf eine Erklärung warten, so auch das Mysterium des dunklen Rands vom Kaffeefleck.

Bild: Kaffeering-Effekt | (cc) von matt.davis

Forscher haben schon so manche Tasse Kaffee verschüttet, als sie über den „Kaffeering-Effekt“ nachgedacht hatten. Das Problem mag so manchen recht trivial erscheinen, aber dieses Phänomen tritt nicht nur bei Kaffee auf, auch bei Farben möchte man eine gleichmäßige Verteilung von Farbpartikeln erreichen.

Der Kaffeering bildet sich immer dann, wenn die suspendierten Partikel in einer Flüssigkeit eine runde Form haben, dann sammeln sie sich am Rand des Tropfen. Beim trocknen kann man also dann den „Kaffeering-Effekt“ beobachten. Haben die Teilchen in der Flüssigkeit eine elliptische Form, verteilen sie sich gleichmäßig und verteilen sich auch beim eintrocken auf der ganzen Fläche.

Das liegt an der Oberflächenspannung und Strömungsmechanik, denn beim verdunsten von Flüssigkeiten, wandern das Wasser an die Ränder des Tropfens. Runde Teilchen in der Flüssigkeit, wandern dann ungehindert zum Rand. Teilchen, deren Form elliptisch ist verhaken sich und bilden Klümpchen in der Flüssigkeit und versperren so den Weg zum Rand der Flüssigkeit. Die elliptischen Partikel sind zum Teil in der Flüssigkeit und zum Teil in der Luft, das stört die Oberflächenspannung und rückt die elliptischen Teilchen zu Klümpchen zusammen, beschreiben die Wissenschaftler Peter J. Yunker, Tim Still, Matthew A. Lohr & A. G. Yodh im Nature Magazine Im nachfolgenden Video lässt sich das ganz gut nachvollziehen.

Video über den „Kaffeering-Effekt“

[youtube ZaCGoSTMHyc]

 

Vorheriger Artikel

Kaffepads und Kaffeekapseln – teure Zeitsparer

Nächster Artikel

Mit Tchibo italienisch genießen und Fiat 500 gewinnen