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Melitta Café Harmonie Naturmild die grüne Mogelpackung?

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Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 13 Sekunden

Nicht immer ist gerade ein Starbucks Store in der Nähe, wenn man gerade einen braucht. Bei uns in Moers gibt es leider noch keinen Starbucks und daher sind wir gezwungen auf regulären Kaffee zurück zu greifen. Gestern war es mal wieder so weit.

Am Samstag war ich mit meiner Familie im Centro in Oberhausen und habe dort im Lego Store ein paar Duplo Bausteine für meine kleine Tochter gekauft. Das Einkaufszentrum war sehr gut besucht. Direkt neben dem Lego Store gibt es einen Starbucks Kaffeestand, dort wollte ich eigentlich meine Kaffee kaufen. Doch die Warteschlange war zu lang. Ich hätte eine geschätzte Stunde warten müssen und meine Tochter (18 Monate alt) quengelte, also mussten wir unbedingt weiter.

Während der Rückfahrt im Auto nach Moers ist uns eingefallen, das wir noch ein paar Dinge für Sonntag kaufen mussten. Wir fuhren in den Real Supermarkt nach Moers auf der Römerstr., diesen Markt kann ich eigentlich nicht empfehlen, da hier die Atmosphäre ein wenig beengt ist. Also wenn man schon nach Real in Moers muss, sollte man gleich den anderen Real Supermarkt in Moers Hülsdonk nehmen. Aber hinterher ist man immer schlauer. 🙂

Wir waren also bei Real und ich musste immer noch meinen Kaffee für Morgen kaufen.
Melitta Café Harmonie Naturmild
Bild: Melitta Café Harmonie Naturmild

Im Kaffeeregal habe ich mich dann für den Melitta Café Harmonie entschieden. 500 Gramm für 2,75 €. Das ist eine ganz andere Preisklasse als die Edelmarken bei Starbucks. Allerdings ist dieser Kaffee von Melitta nicht fairgehandelt, nur so kann man so günstig sein.

Auf der Vakuumverpackung steht, dass sie die Common Code for the Coffee Community (4C) unterstützen. Damit will man sich den Anstrich eines verantwortungsvollen Kaffeehändlers geben. Blöd ist nur, wenn man sich auf der Website dieser Common Code for the Coffee Community erkundigen will, alles nur auf englisch oder Spanisch erklärt wird. Nicht jeder Kaffee-Konsument in Deutschland kann so gut Englisch, als das er auch alles auf dieser Website verstehen kann und einschätzen kann. Mein Tipp an Melitta ist, das man doch bitte schön diesen Hinweis, auf eine eigene Webseite mit übersetztem Inhalt ergänzt.

Doch zum Glück gibt es noch die Wikipedia. Dort heißt es,“[…]Ziel ist es, beim so genannten „Mainstream-Kaffee“, also nicht Bio- oder Fair Trade-Kaffee, durch einen rechtlich nicht verbindlichen Verhaltenskodex die Produktionsbedingungen und die Qualität des Kaffees zu verbessern. Dafür sollen die Menschenrechte sowie geltende Umweltgesetze in der Produktion geachtet werden[..].“ Also das die Menschenrechte eingehalten werden halte ich für so selbstverständlich, dass ich mich frage, wo wird denn noch Kaffee unter Menschenunwürdigen Bedingungen angebaut?

Weiter unten zur Kritik heißt es dann, „[…] In einem gemeinsamen Positionspapier kritisierten gepa, dwp, El Puente und Naturland unter anderem die fehlende Preisgarantie für Kaffeebauern, wie sie durch das Fair-Trade-Siegel garantiert wird. Auch die Freiwilligkeit des Kodex‘ wird kritisch betrachtet. Der im 4C-Kodex enthaltene Verzicht auf verbotene Pestizide garantiere überdies noch lange keine wirklich nachhaltige Kaffeeproduktion.“

Also irgendwie fühle ich mich als Konsument, der seinen Kaffee mit gutem Gewissen genießen will, ein wenig verschaukelt. Erst bei meinem Recherchen zu diesem Artikel wurde mir klar, dass diese Common Code for the Coffee Community nichts mehr als ein zahnloser Tiger der Mainstream Kaffeelobby ist.

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