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Kochen liegt wieder voll im Trend

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Früher oft als spießig angesehen erlebt das Hobby Kochen heute eine wahre Renaissance. Jenseits von gutbürgerlichen Braten und Eintopfgerichten experimentieren Männer und Frauen aus allen Schichten und Altersklassen mit ganz neuen Geschmackserlebnissen und sind stolz darauf, selber am Herd zu stehen.

Jakobsmuscheln, Zitronengras und Bratkartoffeln

Wie die Medien, Kochbücher und Internetseiten zum Thema verdeutlichen, beschränkt sich die deutsche Küche schon lange nicht mehr auf die traditionellen Leibgerichte, die unsere Eltern und Großeltern geschätzt haben Lebensmittel aus aller Herren Länder werden rund ums Jahr frisch importiert und auch die Zahl der Rezepte und Zubereitungsarten hat sich vervielfacht. Moderne Essgewohnheiten machen sich natürlich auch beim Kochen bemerkbar – heute wird kalorienarm gedünstet und Sättigungsbeilagen sind „out“. Mageres Fleisch und vegetarische Gerichte erfreuen sich statt dessen wachsender Beliebtheit und werden oft auf kreative und komplizierte Art zubereitet. Aber auch Kochanfänger finden grundlegende Rezepte und Anleitungen in eigens herausgegebenen Kochbüchern und auf Websites, sodass die Gemeinde der Kochfans immer weiter wachsen kann.

Fernsehköche – Popstars für Erwachsene?

Das Fernsehen trägt wesentlich dazu bei, dass Kochen gerade eine absolute Modebeschäftigung ist. Die Zahl der Kochsendungen ist bei vielen Fernsehsendern geradezu inflationär angestiegen und inspiriert viele Hobbyköche dazu, selber Hand anzulegen. Darüber hinaus gelten Fernsehköche heute eher als Kultfiguren mit Promi-Status, die auch junge Leute „cool“ finden. Die Zielgruppe beschränkt sich hier bei Weitem nicht nur auf ältere Menschen, die es entspannend finden, anderen Leuten beim Eiweiß schaumig Schlagen zuzusehen. Als Beispiel sei hier nur der Brite Jamie Oliver genannt, der in seiner Heimat einen Bekanntheitsgrad genießt, wie ihn wohl noch kein Koch vor ihm erreicht hat. Bei ihm genauso wie der Herrenriege im deutschen TV verliert Kochen als Hobby sein verstaubtes, langweiliges Image – alles wird schnell frisch zubereitet und schmeckt natürlich immer „fantastisch“.

Zurück zu den Wurzeln

Dass Kochen heute im Trend liegt, ist somit unbestreitbar. Es ist jedoch zweifelhaft, ob das Vorbild der Medien wirklich so große Teile der Bevölkerung erfasst hat, wie es den Anschein hat. Allerdings machen sich heute mehr Menschen Gedanken über Fragen der gesunden Ernährung und der umwelt- und tierfreundlichen Produktion von Nahrungsmitteln. Essen wird wieder als wertvoll angesehen, wenn seine Zubereitung im Fernsehen zelebriert oder in Hochglanz-Kochbüchern dokumentiert wird. Dieser Bewusstseinswandel, zu dem auch die Hobbyköche und frei zugänglichen Rezepte im Internet beitragen, stellt definitiv eine positive Entwicklung dar. Davon abgesehen ist Kochen natürlich auch einfach eine erfüllende, kreative Freizeitbeschäftigung, die sich gut mit Familie und Freunden teilen lässt.

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