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Kaffeebaum ( Coffea arabica ) als Zimmerpflanze

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Mit dem eigenen Kaffeebaum als Zimmerpflanze zur eigenen Kaffeeernte. Alles über den Kaffeestrauch, den Anbau und der Nutzung als Zimmerpflanze.

Der Kaffeebaum gehört botanisch zur Familie der Rubiazaengewächse und ist eine immergrüne Pflanze. Im Prinzip kann jeder seinen eigenen Kaffee selber zuhause anbauen. Bei der richtigen Pflege kann man sogar seine eigene Kaffeeernte vom eigenen Kaffeestrauch einfahren. Die Kaffeepflanze kann eine Höhe von 1 bis 2 Metern erreichen. Die eigene Kaffeezucht ist jedoch eine langjährige Investition. Erst nach 3 bis 5 Jahren fängt die Pflanze an zu blühen und eigene Kaffeekirschen zu tragen. Die Kaffeeblühte duftet so ähnlich wie Jasmin. Der Strauch bildet Kirschen und Blüten zu unterschiedlichen Zeiten aus, so dass ein reifer Kaffeebaum gleichzeitig blühen und Kaffeekirschen tragen kann. Jede Kaffeekirsche hat zwei Kerne. Die Kerne der Kirschen, also die Rohkaffeebohnen, müssen noch weiterverarbeitet und geröstet werden, wenn man seinen eigenen Kaffee trinken möchte. Ein reifer Kaffeebaum trägt dann 10 bis 20 Jahre Früchte. Wer jetzt sich trotzdem auf das Abenteuer einer eignen Kaffeepflanzenzucht einlassen möchte, kann manchmal kleine Kaffeepflanzen in einer gut sortierten Gärtnerei oder in einem Baumarkt mit Gartenabteilung finden. Wir haben unsere Pflanzen von Dehner, wie unsere regelmäßigen Leser wissen.

Kaffeepflanzenarten

Kaffeebaum
Kaffeebaum am Fenster im Wohnzimmer

Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus Afrika, dort zählt man bis zu 46 Varietäten der Coffea. Am bekanntesten ist die Coffea Arabica, denn die Kaffeeindustrie wirbt mit den 100 % Arabicabohnen auf ihren Verpackungen. Eine weitere Varietät ist die Coffea Robusta, die auch manchmal beigemischt wird. Eine Übersicht von sämtlichen Varietäten könnt ihr auch hier im Blog finden.
Der Kaffeestrauch selber ist immergrün und hat leicht gewellte Blätter, die an waagerecht und überkreuz abstehenden Zweigen hängen.

Der richtige Standort für den Kaffeebaum

Der Kaffeebaum sollte in der Wohnung an einem hellen Ort stehen und nicht direkt der Sonnenstrahlung ausgesetzt sein, sonst bekommen die Blätter leicht Verbrennungen. Deshalb findet man oft auf Kaffeeplantagen größere Palmen, die den Kaffeepflanzen Schatten spenden. Ich habe meine Pflanzen am Fenster mit Nord und Nord-Ost-Lage stehen. So bekommen meine Kaffeesträucher genügend Licht und verbrennen nicht durch die direkte Sonneneinstrahlung. Die Raumtemperatur sollte die 15 °C nicht unterschreiten, sonst frieren die Pflanzen, und die 22 °C nicht überschreiten. Im Prinzip kann man sagen, das die Kaffeebäumchen ein ähnliches Temperaturempfinden haben, wie wir Menschen. Wenn wir uns wohlfühlen, dann werden sicherlich auch unsere Kaffeepflanzen sich wohlfühlen.

Die richtige Kaffeestrauchpflege

Während der Sommerzeit sollte man viel kalkarmes Wasser gießen und täglich kontrollieren, ob die Erde der Pflanzen nicht zu trocken ist, oder ob Wasser im Überlauf sich gesammelt hat. Ich filtere mein Wasser vorher mit meinem BWT Wasserfilter, umso den Kalkanteil aus dem Leitungswasser zu reduzieren. Das übrige Wasser einfach in den Abfluss gießen, sonst fängt es nachher noch an zu faulen. Auch die Blätter sollten mit Wasser besprüht werden. Ich gönne meinen Pflanzen eine regelmäßige Dusche im Bad. In der Wachstumsphase kann man einmal die Woche die Pflanzen mit kalkarmem Flüssigdünger in verdünnter Form düngen. Wenn das Kaffeebäumchen zu einem kleinen Baum gewachsen ist, kann man im Frühling mit dem Umtopfen in einem größeren Pflanzentopf beginnen.

Kaffeebaum vermehren

Hat man nun seine erste eigne Kaffeeernte gehabt, muss man sich zügig entscheiden, was mit den Kaffeekirschen geschehen soll. Will man sie weiter zu Kaffee verarbeiten, oder sie für die Zucht weiterer Kaffeebäume nutzen? Entscheidet man sich für Letzteres, sollten die Kaffeesamen schnell ausgesät werden, da sie mit jedem Tag an Keimfähigkeit verlieren.

Kaffeestrauch-Schädlinge und Krankheiten

Die Kaffeepflanze mag keine starken Temperaturschwankungen und Zugluft. Man erkennt das recht schnell an den hängenden Blättern. Staut sich das Wasser im Blumentopf, fangen die Wurzel recht zügig an zu faulen. Eine Drainageschicht sollte im Blumentopf vorhanden sein. Hat die Zimmerpflanze gelbe Flecken und keine Schädlinge, deutet das auf zu starke Sonneneinstrahlung hin. Wenn die Blätter gelb werden und man sieht die Adern weiterhin grün, deutet das auf ein Mangel an Eisen und Mangan hin, Abhilfe kann hier ein spezial Dünger verschaffen. Auch Wollläuse oder Schmierläuse können den Kaffeebaum befallen. Wie ihr diese Schädlinge bekämpfen könnt, steht auch in der Wikipedia. Auch Schnecken mögen die Blätter der Kaffeepflanze. Wie ihr diese wieder los werdet könnt ihr hier nachlesen.

Fazit

Wenn man alle Tipps beherzigt, die ich hier aufgeschrieben habe, kann man sich seiner eigenen Kaffeeernte schon fast sicher sein. Wenn die Kirschen rot sind, kann man mit der Ernte beginnen.  Hobbygärtner werden sicherlich keine Probleme bei der Aufzucht haben. Der Kaffeebaum  ( Coffea arabica ) ist für mich die perfekte Zimmerpflanze.

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