kaffee-freun.de > Wirtschaft > Onlineshops > Interview mit Mirko Jesswein von Netzkonsum.de

Interview mit Mirko Jesswein von Netzkonsum.de

0
Shares
Pinterest Google+

Netzkonsum LogoIn unserer Interview-Reihe über den Tellerand möchte ich euch heute den Blogger Mirko Jesswein von Netzkonsum.de vorstellen, der über das Thema Lebensmittel in Onlineshops schreibt.

Trinkst Du Kaffee? Wenn ja, hast Du einen Lieblingskaffee und welche Sorte ist es?

Natürlich trinke ich auch gern eine gute Tasse Kaffee. Aber viel lieber bevorzuge ich schwarzen Tee. Von daher habe ich keine direkte Lieblingssorte. Wenn ich jedoch die Wahl habe, sollte es schon eine etwas edlere Espressosorte aus einer kleinen Rösterei sein. Hier kann ich das Berliner Tres Cabezas Team nur empfehlen.

Wie bist Du auf die Idee gekommen über den Onlinelebensmittelhandel zu schreiben?

Ich bewege mich beruflich schon eine ganze Weile im Lebensmittelhandel. Da die Konzentration in Deutschland auf einige wenige Handelsketten bereits stark ausgeprägt ist, bin ich immer wieder auf der Suche nach etwas Abwechslung für meinen Gaumen. Denn alles findet man nicht im Supermarkt um die Ecke. Da bietet das Internet vielfältige Möglichkeiten.

Zudem interessiere ich mich sehr für die deutsche Gründerlandschaft. Hier ist mir bei meiner Netzlektüre bereits der ein oder andere interessante Lebensmittel-Onlineshop unter die Augen gekommen. Und ich finde, gerade über junge Unternehmen lohnt es sich, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu berichten und Ihnen stärkere Aufmerksamkeit zu schenken.

Du schreibst über Lebensmittel, die man online kaufen kann. In wie weit deckst Du Deinen persönlichen Lebensmittelkonsum aus dem Netz?

Bis jetzt habe ich eher um das Standardsortiment herum die nicht so alltäglichen Produkte im Internet entdeckt. Jedoch rücken die Online-Supermärkte zuletzt stärker in den Fokus. Es sind ja in den vergangenen Monaten einige neue Player auf den Markt gekommen.

Hier gilt es jetzt, diese erst einmal auf Herz und Nieren zu erproben. Auf alle Fälle erledige ich beim Händler vor Ort noch regelmäßig den Großteil des Wocheneinkaufs.

Kann man sich schon komplett durch Lebensmitteleinkäufe im Netz seinen täglichen Bedarf decken?

Das kommt natürlich immer auf den persönlichen Bedarf an. Dennoch bin ich nach meinen jetzigen Erfahrungen davon überzeugt, dass dies ohne Probleme möglich ist. Die Schweizer und die Engländer machen es uns ja vor.

Auch hierzulande gibt es bereits Vollsortimenter, die bundesweit versenden. Um hier den für sich geeigneten Online-Supermarkt zu finden, muss man jedoch erstmal ausgiebig die einzelnen Warengruppen durchforsten. Das Rundum-Sorglos Paket mit Frische und Tiefkühlprodukten bieten noch die wenigsten Onlinehändler an.

Netzkonsum.de ist gerade intensiv am Testen und wird die gemachten Erfahrungen mit den verschiedenen Online-Supermärkten dann vorstellen.

Frische aus dem Päckchen
Frische aus dem Päckchen

Worauf sollte man beim Onlinekauf von Lebensmitteln achten?

Eigentlich auf die gleichen Punkte, wie direkt am Regal. Sicherlich ist es im Internet schwerer, den jeweiligen Artikel mitsamt den Inhaltsstoffen unmittelbar zu erkennen. Demzufolge gehört Online schon eine gehörige Portion Vertrauen dazu. Um dieses zu erlangen, muss der jeweilige Anbieter vor allem glaubhaft kommunizieren.
Hierzu zählen in meinen Augen zuerst der optische Eindruck des Internetauftritts, eine detaillierte Produktinformation, Kundenbewertungen und sicherlich Empfehlungen von unterschiedlichsten Onlineportalen bzw. Blogs. Ganz wichtig ist, dass es sich um einen geprüften Online-Anbieter handelt. Hier lege ich Wert auf ein bekanntes Siegel, wie z.B. das von Trusted Shop.

Darüber hinaus können natürlich zusätzliche Bonbons wie Rechnungskauf oder auch eine Rückgabegarantie für noch stärkeres Kundenvertrauen sorgen.

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit der Lebensmittel aus?

Gerade die Nachhaltigkeitsidee lässt sich sehr gut über das Internet transportieren, da der einzelne Anbieter hier natürlich optimale Möglichkeiten findet, diese auch ausführlich zu kommunizieren.

Dennoch ist Nachhaltigkeit sicherlich noch nicht in den Köpfen aller Konsumenten angekommen, aber es wird in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger.

Gerade im Lebensmittelbereich gibt es bereits sehr interessante Ansätze. Hier zu nennen sind bspw. der bereits auf Netzkonsum.de vorgestellte Coffee Circle, die gerade in Wien den SCAE Award “Young Entrepreneur 2012″ gewinnen konnten oder auch die neue entwickelte limoBox.

Gibt es einen Shop, den Du unseren Lesern besonders ans Herz legen möchtest?

Hier und jetzt möchte ich keinen Lebensmittelshop besonders hervorheben. Es gibt in den Weiten des Netzes sicherlich eine Menge feiner Perlen. Die eine oder andere davon werden wir in Zukunft noch auf Netzkonsum.de vorstellen.

Natürlich freuen wir uns auch über rege Unterstützung unserer Leserschaft, die jederzeit selbstgemachte Erfahrungen und vor allen Newcomer der Branche an uns herantragen kann, damit wir eine große Bandbreite aus dem Bereich Lebensmittel Online kaufen vorstellen können.

Wie siehst Du die Zukunft des Onlinelebensmittelhandels?

Was Online-Supermärkte angeht, so bewegen wir uns in Deutschland noch relativ am Anfang. Vor allen die hohen Logistikkosten bei Frischeartikeln und Expresslieferungen gilt es, in den Griff zu bekommen. Denn nur wenn es der einzelne Anbieter schafft, ein ausgereiftes Sortiment mit Mehrwert anzubieten, hat die junge Branche eine Chance.

Darüber hinaus gibt es natürlich viele kleine Anbieter, die sich auf eine Warengruppe oder aber Länderspezialitäten und damit den Longtail der Lebensmittel optimal bedienen.

Vorheriger Artikel

So macht ihr euren Frappuccino selber

Nächster Artikel

Dallmayr Kaffeeselektion – Kaffeeklassiker im neuen Look