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Green-Cup-Coffee: Online-Shop für Single Finca Kaffees

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Das Startup zweier Schwestern und Kaffee-Expertinnen bietet exklusive Gourmet-Kaffees von weltbesten Fincas an, die nach alter Handwerkskunst von einem der besten Kaffeesommeliers Deutschlands in Bayern geröstet – und natürlich fair gehandelt werden. Die sog. Third Wave, eine Kaffeebewegung aus den USA, soll damit auch in Deutschland breiter etabliert werden und neue Anhänger finden.

Passau. Es gibt allein in Deutschland unzählige Kaffeemarken. Aber die Zeit für diese,
für Green Cup Coffee, war reif: Denn während jeder Weintrinker sofort auf dem Etikett sehen kann, woher der Wein kommt, wer ihn angebaut hat, ist das bei Kaffee unmöglich. Dabei gibt es auch in Sachen Kaffee eine Menge zu entdecken: Kleine Fincas oder Farmen auf der ganzen Welt, die echte Schätze und Gourmet-Kaffees produzieren. Diese Raritäten, und nur diese, kaufen zwei Schwestern sortenrein auf der ganzen Welt ein. Und rösten sie mit einem der profiliertesten Kaffee-Experten in Deutschland zu einzigartigen Kreationen, bei denen man die Eigenschaften jeder Finca kennenlernen kann: Eine bestimmte Hanglage, geografische Besonderheiten – wie bei einer Flasche Wein eben. Erwerben kann man die Kaffees von Green Cup Coffee im Online-Shop unter www.green-cup-coffee.de, sie werden aus Bayern versendet, wo sie auch geröstet werden.
Annika Poloczek & Caro Maras
Foto: Annika Poloczek & Caro Maras

Schon lange beschäftigen sich die Schwestern Annika Poloczek (29) und Carolin Maras (32) mit Kaffee. Die deutsche Kaffeeszene kennt die beiden als die Kaffeepiraten, frei nach ihrem ersten Startup rund um Kaffee, das hieß Black Pirate Coffee Crew. Schon damals ging es um Gourmet-Kaffee von kleinen Röstereien. Anfang des Jahres haben sie ihr erstes Unternehmen an das E-Commerce-Unternehmen mymuesli verkauft. Und saßen einen Tag später wieder am Schreibtisch.

„Wir hatten schon während der Kaffeepiraten-Zeit die Idee zu Green Cup“, sagt Annika Poloczek. „Vereinfacht gesagt wollten wir das Prinzip des Weinbaus auf Kaffee übertragen, das heißt genau zeigen woher der Kaffee kommt, wer die Bohnen angebaut hat“, sagt die Kaffee-Schwester. Wenn man Kaffee im Supermarkt kaufe, selbst im Naturkostladen, dann sei das fast ausschließlich ein beliebiger Mix, bei dem man nicht genau wisse, woher die Bohnen kämen.

„Aber das ist doch essenziell“, ergänzt ihre Schwester Carolin, „wie will ich den sonst typische Unterschiede schmecken, besondere Qualitäten oder Hanglagen kennenlernen?“

Die Idee zu Green Cup war also geboren: Nur so genannte Single-Finca-Kaffees verkaufen, bei denen der Bauer gut verdient (immer über dem Fairtrade-Preis) – und die höchste Qualitätsmaßstäbe erfüllen. Und diese in einem Online-Shop präsentieren, der perfekt aufbereitete Informationen bietet, Zubereitungsanleitungen und Spezial-Zubehör aus der ganzen Welt.

Als Investor konnten sie wiederum mymuesli gewinnen, als Premium-Anbieter von Bio-Müsli mit einigen Jahren Erfahrung im E-Commerce ein idealer Partner. „Und gemeinsam arbeiten wir seitdem an unserer Idee vom transparentesten Kaffee-Unternehmen“, sagt Carolin Maras.
Annika & Caro beim Kaffee Tasting
Foto: Annika & Caro beim Kaffee Tasting

Der Röster im Team ist Thomas Eckel, diplomierter Kaffee-Sommelier aus Murnau und Deutschlands einziger Q-Grader (ein international anerkannter und geprüfter Kaffee-Sachverständiger). Er wählt gemeinsam mit den Schwestern die Kaffees aus und röstet sie nach alter Handwerkskunst und mit viel Erfahrung.

Zum Beispiel Black Velvet, eine Kaffee-Spezialität aus Bolivien, von der kleinen Kaffeefarm Colonia San Juan 8 Estrellas, die von Eigentümer Juan Ticonas nach streng ökologischen Richtlinien geführt wird. „Ein Traum, süß, klar im Geschmack, Aromen von Honig und Bratapfel“, schwärmen die Schwestern. Kein Wunder, dass der englische Barista Gwilym Davies 2009 mit diesen Bohnen die World-Barista-Championships, die Kaffee Weltmeisterschaften, gewonnen hat.

Doch auch der beste Kaffee leidet, wenn er nicht richtig zubereitet wird. Deswegen haben die Green-Cup-Gründerinnen aufwendige Videos und Zubereitungsanlagen in ihre Seite integriert – und verkaufen exklusives Zubehör, zum Beispiel spezielle japanische Stempelkannen (French Press).

French Press & Cappuccino Video

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Warum aber hat das vor den beiden Schwestern niemand gemacht, nur Single-Finca-Kaffee angeboten und einen Online-Shop konzipiert, der diese vielfältigen Informationen bietet und bei der Zubereitung hilft? „Der Aufwand ist groß“, sagt Carolin Maras, „denn wir müssen die ganze Welt nach kleinen und mittelgroßen Fincas mit außerordentlichen Kaffees absuchen, die Administration der Webseite ist richtig aufwendig“. Außerdem seien die Einkaufspreise ja sehr hoch: „Wir kaufen und verkaufen Spezialitäten, wunderbare Kaffees von Farmern, die unsere Leidenschaft für Kaffee teilen“, fasst Annika die Idee nochmals zusammen. Zusammen mit ihrer Schwester möchte sie Kaffee dorthin bringen, wo Wein schon vor Jahrzehnten stand, ein Qualitätsbewusstsein schaffen für Premium-Kaffee.

Mit ihrem Startup schaffen es die beiden Schwestern vielleicht endlich, die sog. Third Wave in Deutschland breiter zu etablieren: Eine Kaffeebewegung aus den USA, die Kaffee als echtes Gourmet-Produkt neben Wein und Co sieht und Beliebigkeit im Geschmack und Supermarkt-Qualität ablehnt, vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Third_Wave_Coffee

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