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Gesundheit: Hochwertige Espressomaschine setzt Blei frei

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Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten, 32 Sekunden

Espressotasse unter der Kaffeeausgabe
Espressotasse unter der Kaffeeausgabe

In einer Studie des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) wurde festgestellt, dass besonders hochwertige Espressomaschinen, nach der Entkalkung dazu neigen Blei frei zu setzen. In der Studie des BfR wurden jeweils drei Siebträgermaschine, drei Kaffeepadmaschinen und zwei Kapselmaschinen getestet.

Besonders die höherwertigen Siebträgermaschinen, die vornehmlich zur Espressozubereitung verwendet werden, fielen hier negativ auf. Laut EU wurde für Blei in Lebensmittel ein Grenzwert von 10 µg/kg festgelegt. Das BfR hat bei den getesteten Espressomaschinen für den Haushaltsgebrauch, eine deutliche Überschreitung dieses Grenzwertes festgestellt und zwei weitere , die nahe an der Grenze lagen.

Welche Espressomaschinen sind betroffen?

Das ist eine der Hauptkritikpunkte dieser „Studie“. Sie nennt bewusst nicht Ross und Reiter. Es ist immer nur die Rede von teuren Siebträgermaschinen für den Hausgebrauch. Eine weitere Begründung für das Verschweigen der Namen ist, dass die Studie wohl nicht ganz repräsentativ war, weil eben nur drei Hersteller getestet wurden. Ich hab lange mit mir gerungen, ob ich diese Meldung hier veröffentliche. Fakt ist, so ein Ergebnis verunsichert. Ob diese Meldung bewusst mit diesem Ziel lanciert wurde, kann sich jeder selber ausmalen.  Schön wäre jetzt, wenn gerade die Hersteller von hochwertigen Marken eine Gegenstudie, bzw. öffentlich Nachweisen, dass Ihre Maschinen kein Blei freisetzen.

In der Vergangenheit gab es schon mal eine ähnliche Studie, wo auch Namen der getesteten Hersteller und Maschinen genannt wurden, siehe hier.

Wie kann ich verhindern, dass Blei frei gesetzt wird?

Eigentlich gar nicht, da dass Schwermetall bauartbedingt in den Bauteilen der Espressomaschine verwendet wird. Das BfR empfiehlt vor und nach jeder Benutzung einer Siebträgermaschine, gründlich mit Wasser durch zu spülen. Was das BfR herausgefunden hat, ist dass man die Bleifreisetzung durch die Bauart, hätte verhindern können. Schließlich haben andere Maschinen kaum bis gar kein Blei freigesetzt. Der Unterschied lag hier in den verwendeten Materialien und Verarbeitung.

Blei ist für den Körper gefährlich. Besonders Schwangere sollten aufpassen, weil das Blei die Palzentaschranke passiert und die Entwicklung des Babys negativ beeinflusst.

Quellenangaben:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/freisetzung-von-blei-aus-kaffee-und-espressomaschinen.pdf

Wer sich noch für den Kauf von  Espressomaschinen interessiert, kann auch gerne mal hier vorbeischauen: test-espressomaschinen.de

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2 Kommentare

  1. Ronny
    7. Dezember 2013 um 09:32

    Pfui deibel. Da schüttelt es mich gleich. Und irgendwie freue ich mich gerade auf meine French Press. Da sollte ja so etwas ausgeschlossen sein. Außer natürlich die Kaffeemühlen haben dasselbe Problem. Hast du dazu noch Infos?

    • 7. Dezember 2013 um 16:11

      Also Zu Kaffeemühlen selber habe ich noch keine Infos gefunden, aber Du hast Recht, die Mühlen sind potenziell genauso gefährdet.