Für kalte Tage: Irish Coffee

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Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten, 32 Sekunden

Sahne so gehaltvoll wie ein irischer Akzent, Kaffee so stark wie die Hand eines Freundes, Zucker so süß wie die Zunge eines Schelms, und Whiskey, so schmeichelnd wie der Geist des Landes.

Was romantisch wie ein irisches Poem klingt, ist schlicht die Zutatenliste für Irish Coffee. erstellt hat sie Joe Sheridan, der das vielgeliebte Heißgetränk in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erfand. Er leitete damals das Restaurant des Flughafens Foynes, Vorläufer des heutigen Shannon Airports im Westen Irlands.

Der Überlieferung nach war es ein besonders scheußlicher Abend, als Joe die Nachricht erhielt, das gleich eine Maschine mit ausgekühlten und missgelaunten Passagieren an Board landen würde. Ihr Flug nach New York musste wegen schlechter Witterungsbedingungen  über dem Atlantik unterbrochen werden. „Die brauchen etas zum Aufwärmen“, dachte sich der umsichtige Gastronom und kippte in den vorbereiteten Kaffee einen irischen Whiskey hinein und krönte ihn mit einem Sahnehäubchen – die Legende war geboren!

Irish Coffee aus dem Buena Vista
Bild: Irish Coffee aus dem Buena Vista

Doch der eigentliche Siegeszug des Irish Coffee begann erst Jahre später, als ihn ein amerikanischer Reisejournalist entdeckte und den genialen Muntermacher in seiner Lieblinsbar „Buena Vista“ in San Francisco einführte. Tagelang soll er zusammen mit den damaligen Barinhaber experimentiert haben, bis sie die ideale Mischung ausgetüftelt hatten.

Das „Buena Vista“ ist heute der größte Einzelabnehmer von irischem Whiskey in den Vereinigten Staaten – an die 19000 Liter werden hier pro Jahr in die langstieligen Irish-Coffee-Gläser abgefüllt! Wer wert auf Originalität legt, sollte wie das „Buena Vista“ slbstverständlich irischen Whiskey für die Zubereitung des Tradionstgetränks verwenden. Aber ebenso wichtig wie die Herkunft der Zutaten ist die Sorgfalft bei der Zubereitung, damit sich der kontrastreiche Schichtaufbau ergibt.

Ein unbedingtes Muss sind hitzebeständige Gläser, in denen die Spezialität ansprechend kredenzt werden kann. Gerne wird Irish Coffee zum Abschluss eines Wintermenüs gereicht oder als Ersatz für die nachmittägliche Tasse Tee in der Adventszeit.

Wer Familie und Freunde zu einem ausgedehnten Spaziergang durch die kühle Winterlandschaft animieren kann, verwöhnt sie danach mit einer der heißen Kaffeespezialitäten. Da der Alkohol die Geschmacksknospen öffnet, ist dies die beste Gelegenheit, dazu schokoladige Kaffee-Brownies zu servieren. Zusammen mit Irish Coffee ein vollendeter Genuss!

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1 Kommentar

  1. Marcel
    18. Februar 2009 um 14:53

    Der ist so was von grausam. Ich habe in meinem Leben erst einmal eine Tasse Irish Coffee getrunken und ich muss sagen, dass ich das nie wieder in meinem Leben tun werde. Mir wurde gesagt, dass es ein sehr guter Kaffee wäre und das er mir auch wahrscheinlich sehr gut schmecken würde, aber das war nicht der Fall. Der war irgendwie furchtbar. Da trinke ich doch lieber eine ganz normale Tasse Kaffee da habe ich mehr davon. Was findet ihr eigentlich an diesem Irish Coffee so gut?