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Fünf Jahre Fairtrade-zertifizierte Produkte bei Lidl

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Bereits seit fünf Jahren finden sich im Sortiment von Lidl Produkte mit dem Fairtrade-Siegel. Im Juni 2006 führte das Unternehmen als erstes Handelsunternehmen in Deutschland eine Eigenmarke „Fairglobe“ ein. Jedes Produkt dieser Marke trägt das Fairtrade-Siegel und ist in allen Filialen bundesweit erhältlich. Im Sortiment finden sich derzeit über ein Dutzend Fairtrade zertifizierte Produkte im Festsortiment. Dazu gehören neben verschiedenen Kaffee-Varianten auch Bananen, Zucker, Tee, Orangensaft, Reis, Wein, Cookies und Schokolade sowie Tragetaschen aus Fairtrade-Baumwolle. Für Produzenten der Entwicklungsländer des Südens öffnet sich durch das breite Angebot ein großer Absatzmarkt. Insgesamt profitierten die Produzentenorganisationen bereits von mehr als 20 Millionen Euro Direkteinnahmen.

Lidl hat sich in den letzten Jahren als verlässlicher Partner erwiesen. Es gibt in Deutschland derzeit keinen Lebensmitteleinzelhändler, der dauerhaft ein so breites Eigenmarkensortiment an Fairtrade-Produkten führt“, sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. „Um möglichst viele Produzenten in den Entwicklungsländern ins Fairtrade-System zu integrieren, müssen wir Märkte und Absatzmöglichkeiten für sie schaffen.“ Über 90 Prozent der Deutschen kaufen gelegentlich oder regelmäßig im Discount ein. Hier das Sortiment der Fairtrade-Produkte auszubauen, heißt ein enormes Wachstumspotential für fair gehandelte Produkte zu schaffen. 2010 wurden circa ein Drittel der Fairtrade Verkäufe im Discount getätigt. Auch international konnte TransFair den Discount für Fairtrade öffnen.
„Wir sind stolz auf unser Fairtrade-Sortiment und blicken nunmehr auf erfolgreiche fünf Jahre Kooperation mit TransFair zurück. Damit fördern wir nicht nur die fair gehandelten Produkte, sondern stärken auch das öffentliche Bewusstsein für nachhaltig hergestellte Produkte aus Entwicklungsländern. Unser Dank gilt hier insbesondere unseren Kunden, die mit dem Kauf dieser Produkte die Produzenten in den Entwicklungsländern bei der Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen unterstützen“, erklärte Petra Trabert aus der Pressestelle Lidl.

Fairtrade beim Discounter!

Jedes einzelne Fairtrade-gesiegelte-Produkt erfüllt – unabhängig davon, wo und zu welchem Endverkaufspreis es verkauft wird – die international festgelegten Standards von Fairtrade International (FLO). Alle Produzentinnen und Produzenten erhalten dementsprechend dieselben Mindestpreise und Fairtrade-Prämien, unabhängig davon, wo ihr Produkt verkauft wird. Daher kommt bei den Produzentenorganisationen auch der gleiche Fairtrade-Anteil an. Zudem entstehen aus der vertraglich festgeschriebenen Kooperation neue Marktzugänge und langfristige Absatzmöglichkeiten für Produzentengruppen.

Produzenten profitieren von langfristigen Handelsbeziehungen

Seit fünf Jahren verkauft Lidl Fairtrade-Produkte unter der Eigenmarke Fairglobe. Damit hat der Discounter sein ernsthaftes Interesse bestätigt, das Segment Fairtrade seriös, langfristig und nachhaltig zu fördern und auszubauen. Die anfangs acht Produkte erweiterte Lidl auf mittlerweile über ein Dutzend Produkte. Weitere saisonale Fairtrade-Sonderaktionen, beispielsweise mit Textilien aus Fairtrade-Baumwolle, ergänzen das bestehende Sortiment. Diese wird regelmäßig in den Handzetteln beworben. Diese lang fristige Partnerschaft ermöglicht Investitionen für Gemeinschaftsprojekte zur Förderung von Infrastruktur, Gesundheit oder Bildung.

Zum Beispiel Rohrzucker aus Malawi

Lidl bezieht seinen Rohrzucker von der Kooperative Kasinthula in Malawi, einem der ärmsten Länder im Süden Afrikas. Der Zuckerrohr-Bauer Exford Dimo war einer der ersten, der nach der Zertifizierung durch Fairtrade der Kooperative beitrat: „Die Prämien aus Fairtrade-Verkäufen haben unser Einkommen und unseren sozialen Status erhöht. Teile der Gelder werden ins Auspflügen und die Wiederbepflanzung investiert, wodurch wir unser Unternehmen nachhaltig führen können.“ Weitere Prämiengelder investierten die Kasinthula-Produzenten in den Ausbau des Stromnetzes, außerdem konnten sie ihren Zugang zu sauberem Wasser verbessern und Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsvorsorge umsetzen.

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