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Fairtrade: Anke Engelke und Klaus Töpfer verleihen Preise für vorbildliches Engagement

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Berlin – Sie machen Fairtrade zu etwas Besonderem: Menschen und Unternehmen, die sich engagiert und motiviert für den Fairen Handel einsetzen. Zum dritten Mal verlieh TransFair in Berlin daher den Fairtrade-Award 2012 für besonderes Engagement für den Fairen Handel.

Nach 20 Jahren ist Fairtrade selbstbewusst, am Puls der Zeit und in den Köpfen vieler Menschen angekommen“, so die Moderatorin, Anke Engelke.  Dementsprechend groß war die Zahl der Bewerber. Rund 40 Kandidaten vergab die Jury die Preise in den Kategorien Handel, Industrie,  Newcomer und Zivilgesellschaft. Zum ersten mal gab es außerdem einen Publikumspreis. Klaus Töpfer, würdigte das kreative und wirtschaftliche Potential: „Die Fairtrade- Bewegung zeigt, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist und Globalisierung nicht auf dem Rücken der Armen ausgetragen werden muss.

Die Gewinner aus Industrie und Handel

Für seine Pionierarbeit beim Import von fair gehandelten Bananen erhielt Port International aus Hamburg den Preis der Kategorie Industrie.  Port International mache vor, dass beste Qualität von Kleinbauern und nachhaltig wirtschaftenden Plantagen immer pünktlich in europäischen Supermärkten verfügbar sein könne. Dabei die Fairtrade-Standards vorzuleben, sei angesichts des starken Wettbewerbs eine herausragende Leistung. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Pfanner Getränke GmbH und die Eismarke Ben & Jerry’s.

Den Preis in der Kategorie Handel  ging an das Modelabel armedangels.  Das Modelabel verwendet für seine Produkte ausschließlich Fairtrade-zertifizierte Baumwolle und verkauft diese erfolgreich über seinen Onlineshop. Als 2.wurde Lidl ausgezeichnet, 3.wurde der Online-Versand MVG.

Frischer Wind im Fairen Handel durch Newcomer

Die Agentur Gansbühler erhielt den Preis für die Einführung der ersten Möbelkollektion aus FSC- und Fairtrade-gesiegeltem Holz unter der Möbelmarke Quadrato. „Wer ein neues Produkt auf den Weg bringen möchte, braucht einen langen Atem“, so TransFair-Geschäftsführer  Overath zur Entscheidung der Jury. Das Pilotprojekt zwischen FSC und Fairtrade habe der Preisträger mit großem Einsatz, Professionalität und Beharrlichkeit unterstützt. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten die Genossenschaft Ethiquable und Fair-o-mat, der erste faire Snackautomat.

Zivilgesellschaftliches Engagement macht das Ruhrgebiet ‚fair‘

Der Faire Handel ist viel mehr als nur ein Siegel“, eröffnete Schauspieler und Fairtrade-Botschafter Joachim Król seine Laudatio für den Award in der Kategorie Zivilgesellschaft. „Er lebt von der Vielzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich Tag für Tag einsetzen, ihn zu verbessern und bekannter zu machen.“ Für den großen Einsatz, 54 Kommunen und vier Kreise des Ruhrgebiets auf den Weg zur Fairtrade-Großregion zu bringen, erhielt das Netzwerk. Faire Metropole Ruhr den Fairtrade-Award Zivilgesellschaft. Als neue Plattform für den Fairen Handel habe das Netzwerk große Breitenwirkung entfaltet und bringe Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Mit dem 2. Platz wurde Oikocredit ausgezeichnet. Die Multivision landete mit dem Bildungsprojekt Fair Future auf Platz 3.

Publikumspreis für „Das Eis“ und „Caleb‘s Hill“

Zum ersten Mal wurde 2012 ein Publikumspreis verliehen. Über einen Monat lang konnte die Netzgemeinde über ihre Favoriten abstimmen. Das Kopf an Kopf Rennen der Kandidaten endete in einer Doppel-Prämierung: Für den höchsten Bewertungsdurchschnitt wurde das Textilunternehmen Caleb’s Hill ausgezeichnet. Der 2. Award ging an Das Eis, das vom Publikum gemessen an den absoluten Zahlen am häufigsten gewählt wurde und somit die meisten Menschen motivierte, für sich abzustimmen.

Musik, Poetry Slam und die Stimme aus dem Süden

Mit Charme und Witz führte Anke Engelke durch den Gala-Abend im Berliner Ellington Hotel. Auf der Bühne begrüßte sie unter anderem Michael Nkonu, Geschäftsführer des Produzentennetzwerkes Fairtrade Afrika. Das Netzwerk bündelt und vertritt die Interessen der afrikanischen Fairtrade-Produzenten in den Gremien von Fairtrade International (FLO). Poetry Slammer Patrick Salmen blickte mit einem Zwinkern auf 20 Jahre TransFair zurück. Für Musik am Abend sorgte die Band Klee. Bereits bei der Auszeichnung Kölns zur Fairtrade Stadt hatte Sängerin Suzie Kerstgens ihr Engagement für den Fairen Handel unter Beweis gestellt.

Jury und Indikatoren-Katalog

Die Jury des Fairtrade-Awards 2012 setzte sich aus folgenden Vertretern zusammen: Ralf Tepel, Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und Vorstandsmitglied von VENROMichael Schellenberger, Geschäftsführer der Fachgruppe Deutscher FachverlagBeate Koma, Brigitte-Redakteurin, Volkmar Lübke, Forum Zukunftsökonomie und stellvertretender Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. sowie Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V.

Juryvorsitzende war Dr. Evita Schmieg, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Kriterienkatalog, der den Entscheidungen zugrunde lag, setzte sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Schwerpunkte lagen auf langfristigem, kontinuierlichem sowie glaubwürdigem Engagement, außerdem auf der innovativen Rolle der Bewerber sowie deren Aktivitäten im Handel und in der Öffentlichkeitsarbeit für Fairtrade. Weitere Auswahlkriterien waren die Maßnahmen, die zur gezielten Produzentenunterstützung unternommen wurden. Über den aktuellen Status Quo des Engagements hinaus, legte die Jury Wert auf die Zukunftsperspektiven für die Zusammenarbeit der Bewerber mit Fairtrade.

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