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Fairer Handel fördert ländliche Entwicklung

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Köln – Kurz vor dem Welternährungstag findet sie statt, die größte Lebensmittelmesse der Welt, Anuga. Mathias Mogge, Vorstand Programme der Welthungerhilfe, unterstrich die Bedeutung von Fairtrade als effektives Instrument gegen Armut. „Rund eine Milliarde Menschen leiden weltweit unter Hunger, durch fair gehandelte Produkte können viele von ihnen dem Kreislauf von Armut und Hunger entrinnen.“ „Verbraucherinnen und Verbraucher fordern Verantwortung von den Unternehmen und drücken das durch ihr Einkaufsverhalten aus. Fairtrade ist rundum nachhaltig und genießt daher ein hohes Vertrauen“, sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. Eine aktuelle Studie des Instituts GlobeScan bestätigt dies: 93 Prozent der Fairtrade-Käuferinnen und -Käufer vertrauen dem Siegel. Eine davon ist Schauspielerin Mariele Millowitsch. Sie unterstützte schon vor zehn Jahren die Einf&uum l;hrung von Fairtrade-Orangensaft.

Die hohe Glaubwürdigkeit von Fairtrade spiegelt sich in den seit Jahren steigenden Umsatzzahlen wider. Weltweit kauften Verbraucherinnen und Verbraucher 2010 Fairtrade-Produkte im Wert von rund 4,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 26 Prozent. Auch in Deutschland ist trotz Finanzkrisen kein Ende des Wachstumstrends in Sicht: Im ersten Halbjahr 2011 lag der Umsatz bei 187 Millionen Euro, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die wachsende Vielfalt des Sortiments, insbesondere durch eine verstärkte faire Eigenmarkenpolitik des Handels sowie bundesweit bereits 36.000 Verkaufsstellen tragen zum Erfolg bei.

Fairtrade und Welthungerhilfe fördern ländliche Entwicklung

Im Februar reiste Dieter Overath zusammen mit der Welthungerhilfe nach Sierra Leone, um sich ein Bild von der Situation der Kakaobauern vor Ort zu machen. Der Besuch hinterließ bleibende Eindrücke: „Der Bürgerkrieg hat dieses Land zermürbt. Trotzdem sind die Menschen voller Energie. Das müssen wir unterstützen. Fairtrade kann in Sierra Leone viel verändern – durch Vermittlung von Know-How, nachhaltigen Anbau und die Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte.“ Die Millenniumskooperative, ein Kakao-Projekt der Welthungerhilfe in Sierra Leone, zeigt, dass faire Handelsalternativen die ländliche Entwicklung positiv beeinflussen. „Lange produzierten die Bauern schlechte Qualität und verkauften ihre Ernte weit unter Wert an Zwischenhändler“, erklärte Mathias Mogge von der Welthungerhilfe. „Jetzt erzeugen sie gute Bio-Qualität und erhalten einen deutlich höheren Preis. Sie sind stolz und selbstbewusst geworden.“

Saftiges Jubiläum

Seit zehn Jahren können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland Säfte mit dem Fairtrade-Siegel kaufen. 20 Millionen Liter wurden seither abgesetzt, das bedeutet Prämiengelder für soziale Projekte von über 550.000 Euro. Schauspielerin Mariele Millowitsch unterstützte schon damals die fruchtigen Getränke: „Auf der Anuga habe ich damals Fairtrade-Orangensaft vorgestellt. Seither hat sich viel getan: Das Sortiment ist gewachsen und viele Produzentinnen und Produzenten konnten vom Fairen Handel profitieren. Ich wünsche mir, dass diese positive Entwicklung anhält, damit sich für noch mehr Menschen in den Herkunftsländern die Lebensbedingungen verbessern“, so die Schauspielerin. Von der Qualität der Fairtrade-Säfte konnten sich die Messe-Besucher selbst überzeugen: Am TransFair-Messestand wurde Fairtrade-Orangensaft ausgeschenkt.

Ausblick: 20 Jahre TransFair: Start der Wettbewerbsphase für den Fairtrade-Award
Im kommenden Jahr feiert der gemeinnützige Verein TransFair sein 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Jedes Produkt hat ein Gesicht“ setzt TransFair die Menschen hinter den Produkten in den Mittelpunkt. Ein Highlight des Jubiläumsjahres: Die Internationale Fairtrade Konferenz (IFC) und die Verleihung des Fairtrade-Awards am 20/21. März 2012 in Berlin. Die Auszeichnung legt den Fokus auf die Entwicklung des Fairen Handels: Zum einen sollen dadurch Engagierte in Deutschland inspiriert werden, zum anderen soll der Award als Podium dienen, um beispielhafte Arbeit für Fairtrade in Deutschland zu würdigen. Der Award wird in den Kategorien „Wirtschaft“, „Industrie“, „Zivilgesellschaft“ und „Newcomer“ vergeben. Ab sofort startet die Wettbewerbsphase. Bewerbungen sind bis zum 15 Januar auf der TransFair-Website möglich.

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