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Das geekigste Restaurant Deutschlands

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Schienensystem im Schwerelos
Foto: Das Schienensystem im Schwerelos

Essen im Raumschiffrestaurant

Dieses Wochenende haben wir das „Schwerelos“ in Dresden besucht. Es ist eins von zwei Raumschiffrestaurants, die es in Deutschland gibt. Das besonder an diesem Erlebnisrestaurant ist, dass dort alle Gerichte über den“Boardcomputer“ (Windows 8  Tablet-PC) bestellt werden. Wenn sie fertig sind, „fliegen“ die Gerichte über ein cleveres Schienensystem direkt an den Tisch.

Es war eine Zufallsentdeckung, die ich am Sonntag gemacht habe. Auf der Suche nach Ausflugszielen für die Familie, bin ich über die Website des Raumschiffrestaurants gestolpert. Das Konzept hat mich als Star Trek und Star Wars Fan, sofort begeistert. Jetzt musste ich nach dem Mittagsschlaf, nur noch meine Frau überzeugen. Doch das erwies sich leichter als gedacht, als ich ihr in groben Zügen von diesem neuartigen Restaurant berichtete. Ariane (4) war natürlich auch sofort begeistert, schaut sie doch mittlerweile auch gerne mit mir zusammen die „Star Trek das Nächste Jahrhundert“ Folgen an. Sie mag die Haare von Deanna Troi so sehr, und findet sie wunderschön. 😀

Also nix wie hin zum Raumschiffrestaurant Schwerelos ins Dresdner Kugelhaus. Das Gebäude an sich ist schon sehr futuristisch. Im 3. Stock, also ganz oben in der Kuppel des Kugelhauses, befindet sich das Schwerelos. Es ist günstig, wenn man sich vorher anmeldet und einen der Tische reserviert. Dann bekommt man auch garantiert einen Platz. Doch aktuell kann man auch einfach so hingehen, das Restaurant hat erst neu eröffnet und ist noch nicht ganz fertig.  Die große Werbetrommel wurde noch nicht für dieses Spacerestaurant gerührt.

Ich habe also vorher angerufen und einen Tisch für 3 Personen reserviert. Als wir dann ins Kugelhaus rein gegangen sind, hat uns schon unten am Empfang eine nette Dame begrüßt und unsere Boradkarten ausgestellt. Mit dem Fahrstuhl wurden wir dann ins Raumschiffrestaurant hinauf „gebeamt“. Mit unseren Boardkarten konnten wir dann oben einchecken und wir wurden zu einem großen runden Tisch geleitet.

elektronische Speisekarte im Schwerelos
Foto: Die elektronische Speisekarte im Schwerelos Dresden.

Ein netter Herr erklärte uns das Funktionsprinzip der elektronischen Bestellkarte des „Boardcopmuters“. Das Prinzip ist recht einfach, jeder der ein Smartphone oder Tablet-PC hat, kann es bedienen.  Einfach das Gericht mit den Finger antippen und dann den Bestellknopf drücken, fertig.  Nur wenige Minuten später kommt das bestellte Essen über das Schienensystem herein geflogen.

Video

Familienspaß im Raumschiffrestaurant

Familienspaß im Raumschiffrestaurant
Foto: Antje und Ariane hatten sehr viel Spaß im Raumschiffrestaurant

Meine beiden Damen waren von dem Konzept begeistert. Auch wenn man auf sein Essen wartet, ist es doch spannend zu sehen, wie die Töpfe, Weckgläser und Pfannen über das Schienensystem zu den Gästen gleiten. Wir saßen sogar am Loopingtisch. Unser essen wurde also kräftig durchgeschüttelt, geschmeckt hat es trotzdem sehr gut.

Erlebnisgastronomie für Groß und Klein

Was ich sehr gut finde, ist der offene Umgang mit der Zubereitung in der Küche. Das Restaurant lädt ein zum reinschnuppern in die Küche.

Weg zur Abschussrampe
Foto: Der Weg zur Abschussrampe

Über einen Weg kann man die „Abschussrampe“ erreichen, wo das Essen in den „Weltraum“ geschossen wird und einen Blick in die Boardküche erhaschen.

Die Boardküche
Foto: Blick in die Boardküche

Wie man sieht herrscht emsiges Treiben in der Boardküche. Wenn die Gerichte fertig sind, werden sie in einem Schlitten rutschfest verstaut und auf die Reise geschickt.

Das Essen schmeckte uns gut. Wir haben allerdings nur das Kindergericht „Guter Flug kleiner Astronaut!“, also Hähnchen-Nuggets mit Pommes (4,90 €), gegessen. Alle anderen Bestellungen waren Getränke und Desserts.

Das kostet ein Essen im Schwerelos

Raumschiffrestaurant Rechnung
Foto: Raumschiffrestaurant Rechnung

Der Spaß war zugegebenermaßen nicht ganz billig, aber noch vertretbar. Dafür haben wir ein besonderes Ambiente geboten und einen Blick in die Zukunft der Gastronomie bekommen. Hätten wir weniger Desserts bestellt und uns nur auf die Hauptspeisen konzentriert, wären wir deutlich günstiger weggekommen.

Das Geschäftskonzept ist wirklich clever. Es verleitet dazu mehr zu bestellen, als man eigentlich wollte, weil vor allem die Kinder, die Gerichte durch den Laden gleiten sehen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Konzept in einer weltweiten Ladenkette aufgehen könnte. Immerhin haben wir im Schnitt pro Bestellung 3,76 € bezahlt. Wenn man sich also selbst ein wenig zurücknimmt und zuschaut, wie die Bestellungen der anderen Gäste durch den Laden sausen, kann man auch einen günstigeren Besuch im Schwerelos erleben.

Fazit

Wir werden sicherlich mal wieder im Schwerelos einchecken, wenn der Wintergarten und die Toiletten auch im Obergeschoß fertig sind. Denn der Besuch, hat uns allen eine riesen Freude bereitet.

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5 Kommentare

  1. Sandra - Tchibo Blog
    19. März 2013 um 15:29

    Ist der Kaffee am Ende auch geflogen? Wie klappt das?

  2. Sandra/Tchibo Blog
    19. März 2013 um 16:06

    Dann sollten die Betreiber über das geeignete fliegende Kaffeegefäß nochmal nachdenken!

    • 19. März 2013 um 16:26

      Also ich könnte mir vorstellen, das man „normalen“ schwarzen Kaffee oder von mir auch aus Milchkaffee in einem Tumbler versenden könnte. Bei allen anderen Kaffeekreationen werden die Fliehkräfte was Getränk höchstwahrscheinlich ruinieren. Übrigens,es gibt das Schwerelos auch in Hamburg. Kannst ja mal dort vorbeischauen. 😉

      Raumschiff-Restaurant SCHWERELOS
      Harburger Schloßstraße 22, 21079 Hamburg

  3. Sandra/Tchibo Blog
    19. März 2013 um 16:28

    Okay, danke für den Tipp! Ist leider weit vor den Toren der Stadt, aber man kann ja mal einen Ausflug machen. Gruß nach Dresden!

  4. 19. März 2013 um 16:01

    Hallo Sandra,

    der Kaffee, bzw. Cappuccino und Kakao waren die einzigen Bestellung, die klassisch gebracht wurden. Alle anderen Getränke, die man auch in Flaschen bekommt wurden mit dem Schlitten versendet. Das Essen wird in Edelstahltöpfen auf die Reise geschickt. Der Topfdeckel ist mit einem Gummiband fixiert.