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Das Frühstück – die wichtigste Mahlzeit am Tag

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Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 54 Sekunden

Essen wie Kaiser, König oder Bettelmann

Das Frühstück, die wichtigste Mahlzeit am Tag.
Foto: Ein Frühstück mit Brötchen, Croissant,Baguette und Kaffee.

Mittlerweile dürfte es bei jedem Menschen, der sich bemüht relativ gesund zu leben, angekommen sein, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist. Ein schöner, schon recht alter bekannter Spruch lautet „Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann„. Dieser Spruch trifft es genau und so sollte das Frühstück demnach einem Kaiser gerecht sein. Allerdings aktuelle Studien hinterfragen immer wieder altbekannte Lebensweisheiten, so auch bei dieser.

Energie tanken für den Tag

Wie könnte so ein kaiserliches Frühstück aussehen? Wichtigster Faktor dafür ist allerdings, dass man sich die Zeit für ein solches ausgiebiges Frühstück nimmt. Am besten steht man mindestens eine halbe Stunde früher auf als normal nötig wäre um in Ruhe zu frühstücken. Frühstücken heißt auch, dass man Kraft und Energie für die kommenden Stunden auf der Arbeit oder in der Schule sammelt und auch speichert. So bleibt man länger konzentriert und bei der Sache.

Was gehört zu einem gesunden guten „Kaisermahl“?

Frühstücken – d. h. zum Beispiel mit Espresso, Kaffee, Kakao, Tee oder nur Wasser bzw. Saft, je nach Geschmack. Frisches Obst kann man pur genießen oder in einem schmackhaften gesunden Müsli. Leckere Vollkornbrötchen oder Vollkornbrot sind sehr gesund und sättigen vor allen Dingen mehr, als helles bzw. weißes Brot oder Brötchen. Dazu gibt es nach Wunsch gesunden Aufschnitt – hier zum Beispiel vom Geflügel etc. – oder Käse, Frischkäse, Quark usw. Auch eine leckere Marmelade darf es sein, allerdings muss man darauf achten, dass diese nicht zu viel gegessen wird wegen dem hohen Zuckeranteil.

Mit welchem Getränk kommt man gut in den Tag?

Getränke müssen auf jeden Fall dabei sein, denn sie füllen zum Beispiel – wie das Wasser – vorab schon den Magen, damit nicht zu viel gegessen wird. Wichtig ist aber, dass es schmeckt und das man den Tag mit dem anfängt, was einem gut, so zum Beispiel dem Espresso. Wie der Kaffee oder der schwarze Tee ist der Espresso ein richtiges „Hallo wach“ am frühen Morgen und weckt die Lebensgeister auf. Allerdings ist so ein Espresso, wie auch der normale Kaffee oder der schwarze Tee nichts für Kinder, die ansonsten vollkommen aufgedreht in die Schule kommen und so auch längere Zeit bleiben. Für sie ist ein Kakao, ein leckerer Früchte- oder Kräutertee genau das Richtige oder einfach nur Wasser oder Saft.

Ist das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit?

Wie eingangs schon erwähnt wird in unserer heutigen Zeit alles hinterfragt, was meiner Meinung nach auch gut ist. In letzter zeit wurden jedoch Artikel von namhaften Zeitungen veröffentlicht, deren Überschriften zur Hysterie neigen. Wenn ich im Google nur die Suchbegriffe „Frühstück Studie“ eingeben spuckt mir die Suchmaschine eine große Anzahl hysterischer Artikelüberschriften aus, wie zum Bespiel:

  • Frühstück: Das Märchen vom wertvollen Essen am Morgen – WELT
  • Frühstück: „Morgens essen ist genauso gefährlich wie Rauchen“ – WELT
  • Frühstück: Ist es das neue Rauchen? Forscher warnt davor, morgens … (Stern.de)
  • Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages? | STERN.de
  • Frühstück macht krank: Ernährungsexperte warnt vor den Folgen … (Focus.de)

(Stand 30. August 2017)

Wenn ich sowas lese, wundert es mich nicht, dass immer mehr Menschen meinen, dass unsere Presse eine „Lügenpresse“ sei.  Lieber Leser, sowas ist Bullshit und dient der Auflagensteigerung bzw. der Klickzahlensteigerung. Allein die Pauschalverurteilung, wie diese Überschriften suggerieren, sind dämlich.  Es gibt nicht „das Frühstück“. Jeder Mensch hat seinen individuellen Vorlieben und wählt die Zusammenstellung seines Frühstückes selber aus.

Was in der Tat bei uns in der „westlichen Welt“ ungesund ist, ist meist die Zusammenstellung des Frühstücks. Allgemein essen wir zu viel Kohlenhydrate, Brot und Brötchen sind beim Frühstück die Kohlenhydratelieferanten Nummer 1, hinzu kommen süße Brotaufstriche, wie Marmeladen und Nuss-Nougat-Cremes. Wenn unser Frühstück überwiegend aus solchen Kohlenhydraten besteht, steigt unser Blutzuckerspiegel sprunghaft an und flacht relativ schnell wieder ab. Besser sind Mahlzeiten die einen langfristigen stabilen Blutzuckerspiegel ermöglichen.  Der Zeitpunkt der Mahlzeit ist dann zunächst auch egal, ganz gleich ob wir früh, mittags oder abends essen, wichtig ist das Blutzucker stabil bleibt. Starke Schwankungen führen zu Heißhunger und dienen nicht der schlanken Linie.

Dogmen sind generell nicht gut und man sollte immer auf Grundlage seiner individuellen Lebenslage seine Ernährung zusammenstellen. Die DGE empfiehlt immer noch das Frühstück als pauschal gut und wichtig. In den USA ist man schon etwas weiter und hat das „Muss“ für ein Frühstück aus der Ernährung komplett gestrichen, siehe hier: https://health.gov/dietaryguidelines/2015/guidelines/chapter-1/key-recommendations/. Weitere interessante Einblicke zur unklaren Studienlage zum Thema Frühstück bietet diese Seite: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/887388/unklare-studienlage-fruehstueck-kein-fruehstueck-hier-frage.html

Mein Fazit

Ein ausgewogenes Frühstück ist meiner Meinung nach wichtig!  Wer versucht durch langfristigen Verzicht auf wertvolle Nährstoffe gesund zu leben, der irrt. Wie bei allem kommt es auf das richtige Maß an. Sinnvoller als irgendwelche Mahlzeiten zu studieren um deren Sinn oder Unsinn zu widerlegen, wäre vielleicht mal der Frage nach dem eigenem Körpergefühl nachzugehen. Ich behaupte, dass der Großteil gar kein richtiges Körpergefühl mehr hat und seine eigenen Grenzen nicht kennt. Wer also seine eigenen körperlichen Grenzen kennt, braucht dann auch keine Ernährungs- oder Fitnessratgeber.

 

 

 

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