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coffeena & Eu’Vend: Automaten avancieren zum „Kleinen Café“

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coffeena  & Eu’Vend zeigen Konzepte für guten und klugen Kaffeegenuss am Arbeitsplatz. 1 qm Coffee-Lifestyle pro Kosteneffizienz und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Vom 8. bis 10. September findet in Köln auch in diesem Jahr wieder mit der Eu’Vend die wichtigste Plattform für die internationale Vendingbranche 2011 statt. Erstmals präsentiert sich die Eu’Vend im Verbund mit der coffeena, International coffee fair, und bietet daher noch mehr Know-how und Kontakte rund um das Thema Kaffee.

Coffena: Wie moderne Kaffeekonzepte für den Arbeitsplatz aussehen

Wie moderne Kaffeekonzepte für den Arbeitsplatz aussehen können, zeigt die Eu’Vend + coffeena an allen drei Messetagen, darunter die neuesten Coffee-Break-Ideen und Automatenkreationen. Denn inspiriert durch das Bekenntnis zur (Kaffee)Pausenkultur moderner Unternehmensführung mit flexiblen Arbeitszeiten und Mitarbeitermotivations-Programmen setzt die Vending-Branche spezielle Office-Coffee-Service- und Table-Top-Konzepte nach dem Motto ‚Das Kleine Café‘ um. Elementares Argument contra immer noch im Einsatz befindlicher privater Haushaltskaffeemaschinen: 75 % mehr Stromverbrauch und eine um 60 % höhere Brandgefahr.

Coffena Foto: Coffena | (c) Kölnmesse

Die Eu´Vend + coffeena wird von der Koelnmesse GmbH veranstaltet, ideeller Träger der Eu’Vend ist der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e.V. (BVD). Partner der coffeena ist die Deutsche Röstergilde.

Hätten Sie’s gewusst? Die Deutschen sind ein Volk der Kaffeegenießer und die neueste Hochrechnung des Kaffeeverbandes gibt einen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 150 Liter bekannt. Ein neuer Rekord, denn seit 2005 hat sich der Konsum um durchschnittlich 6 Liter pro Kopf gesteigert! Ein Resultat, das hauptsächlich den vielfältigen espresso-basierten Spezialitäten zu verdanken ist. Ein sensationeller Erfolg, der zum Großteil auch auf den Ping-Pong-Effekt von Nachfragetrend und cleverer Marktbeobachtung zurück zu führen ist, den die Vending-Experten via Qualitäts- und Marketingoffensive zu nutzen wissen.

Adaptionen und Inszenierungen aus Coffee-Shops und Caffè-Bars prägen die Table Top-Innovationen und begeistern damit die Verbraucher auch am Arbeitsplatz. Selbst im Krisenjahr 2009 stieg die Zahl der neu aufgestellten Table Tops über das Niveau von 2007: 26.461 zu 23.172. Rund 200.000 Geräte, die in Deutschland in Wirtschaftsbetrieben sowie in mittelständischen und kleinen Dienstleistungssegmenten präsent sind. In aller Gastfreundschaft werden hier Wartezeiten versüßt oder es wird kommunikativ zur Pause eingeladen. Ein psychologischer Effekt, der ‚Dem Kaffeetrinken‘ eine neuartige Wertigkeit und einen stilistisch relevanten Stellenwert im Miteinander gibt.

Die Kaffeepause als Motivator in der modernen Arbeitswelt

In der Arbeitswelt rücken im Sinne einer neuen Unternehmens- und Pausenkultur Themen wie ‚Work-Life-Balance‘ oder ‚Zeitmanagement‘ zunehmend ins Blickfeld von Personalverantwortlichen. Planvolles Umgehen mit der Ressource Arbeitskraft und die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, in dem ein stressfreies und dennoch effizientes Arbeiten möglich ist, wird als essentiell angesehen. Denn Globalisierung, Konkurrenzdruck, Komplexität und Geschwindigkeit der Arbeitswelt erzeugen häufig negativen Stress, Krankheit und psychische Probleme, die nicht nur Arbeitnehmer belasten, sondern auch die Betriebe viel Geld kosten. Die neuesten Entwicklungen der Vendingunternehmer, die auf nur einem Quadratmeter eine attraktive, vollautomatische Pausenzone mit aktuellen Kaffeespezialitäten ermöglichen, tragen diesem Trend pro Mitarbeiterfürsorge Rechnung. In punkto Quadratmeter ist die Skala nach oben selbstredend offen.

Unternehmen wie die HEAG Südhessische Energie AG in Darmstadt oder die Deutschlandzentrale des IT-Konzern IBM in Ehningen haben die neuesten Erkenntnisse der Arbeits- und Organisationspsychologen längst umgesetzt. In Darmstadt gilt die Devise ‚Coffee to meet – Coffee to work‘. Auf sieben Büroetagen hat man Meeting Points mit Kaffeeautomaten eingerichtet, an denen sich die ca. 200 Mitarbeiter in den ersten 3 Monaten 15.000 Tassen Kaffee und Kaffeespezialitäten holten. Das entspricht etwa 75 % des gesamten Kaffeekonsums am Arbeitsplatz, ein Viertel des Kaffeedurstes decken die Mitarbeiter im Betriebsrestaurant. Bei der Neukonzeption wollten die Verantwortlichen weg von der Art privat geführter Kaffeeküchen in deutschen Büros, für die sich in Sachen Hygiene und Optik keiner verantwortlich fühlt und die schnell zu Schmuddelecken verkommen. Dito IBM, hier entstanden auf allen vier Etagen so genannte ‚Break Areas‘, die mit Getränkesäule oder Kaffeeautomaten ausgestattet wurden. Auch das neue Unilever-Haus in Hamburgs Hafen-City, das mehrfach für Design, Nachhaltigkeit und Offenheit ausgezeichnet wurde, schuf im Sinne des flexiblen Arbeitsraumes spezielle Kaffeepausenzonen. Es gibt keine Flure, keine Einzelbüros, keine Türen. Stege und Treppen verbinden alle Ebenen und bilden ein Wegegeflecht durch das Gebäude. Dass Mitarbeiter quer durch die Arbeitsbereiche der Abteilungen inklusive des Top-Managements laufen, ist ausdrücklich gewollt. Hier kann und soll man sich nicht aus dem Weg gehen. Jede Etage bietet kommunikative Sitzecken mit Kaffeeautomaten. Insgesamt gibt es im ganzen Haus 18 solcher Meeting-Points mit 27 Table-Top-Geräten. Alle gut frequentiert, denn Kaffee und Wasser gibt’s gratis. An den Geländern rings um den Kern des Hauses, das Atrium, sind Ablagebretter befestigt: intern offiziell als ‚Lümmelbretter‘ ausgelobt mit Platz für Laptops und Kaffeepötte.

Profimaschinen reduzieren die Kosten

Dies sind vorbildliche Betriebskonzepte, die nicht nur den Zeitgeist moderner Mitarbeiterpflege erkannt haben, sondern auch wegweisend in punkto Kosteneffizienz und Sicherheit sind. Denn der neueste Systemvergleich zwischen professionellen Table-Top-Maschinen und privaten Haushaltskaffeemaschinen, den der BDV publiziert hat, lässt aufhorchen. „Das Wort Haushaltskaffeemaschine sagt bereits, worum es geht. Eine Kaffeemaschine, die aus einem Privathaushalt stammt, hat nichts an einem Arbeitsplatz verloren, hier gelten andere Gesetzmäßigkeiten“, erklärt BDV-Geschäftsführer Norbert Monßen. Fakt ist, dass vier Haushaltskaffeemaschinen mehr Strom verbrauchen als ein Table-Top-Automat. Zudem steigen die Gesamtenergiekosten durch die höheren Leistungsspitzen. Will heißen, morgens 9.00 Uhr, wenn sich die allgemeine Kaffeesehnsucht in den Büros breit macht, kommt es bei gleichzeitigem Einschalten aller privaten Haushaltskaffeemaschinen zu exponentiell höheren Kosten. Der Stromverbrauch ist damit unkalkulierbar. Moderne, professionelle Geräte verbrauchen rund 1/3 weniger Strom und verfügen z.B. über Bewegungsmelder für ein automatisches Umschalten in den Stand-by-Modus: Minimalverbrauch von 0,5 Watt/h. In toto produziert ein Gerät rund 80 % weniger Kosten, denn es versorgt das Achtfache an Mitarbeitern und bietet das Fünffache an Auswahl. Denn: eine herkömmliche Kaffeemaschine produziert in der Regel nur Filterkaffee.

Zur Unwirtschaftlichkeit kommt auch noch das Sicherheitsrisiko von Haushaltskaffeemaschinen. Wie das Versicherungsunternehmen HDI bestätigte, entstehen 20 % aller Brände durch privat betriebene Elektrogeräte am Arbeitsplatz! Außerdem regelt ß 5 Abs 1. der Unfallverhütungsvorschrift BGV A3, dass auch private Haushaltskaffeemaschinen durch eine Elektrofachkraft auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden müssen. Alle 6 Monate aufs Neue. Bei Missachtung wird ein Bußgeld verhängt und im Falle eines Schadens oder eines Unfalls, kann das Unternehmen strafrechtlich belangt werden. Der Versicherungsschutz ist dann außerdem dahin.

Diese bürokratischen Begleiterscheinungen passen kaum zu den agilen Kaffeepausen-Konzepten der erwähnten Unternehmen, die sich bewusst von diesen Verantwortlichkeiten und Kosten befreit haben.
Denn: Office-Coffee-Service und Table Top-Geschäft heißt eine Story, eine Geschichte rund um Kaffeewelten mit Lifestyle, Genuss, Lebensgefühl, Emotion und Motivation zu erzählen und professionell via intensiver Betreuung und Service zu verkaufen. Dazu braucht es ein Vending, das neben der Wartung und technischen Begleitung ‚Das Kleine Café‘ als attraktive Einheit im Betrieb implementiert. Für Profis, von Profis. In bester B-2-B-Manier.

Zur kommenden  coffeena & Eu’Vend vom 8. bis 10. September 2011 werden rd. 210 ausstellende Unternehmen erwartet.

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