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Bosque Lya goldene Röstung & Don Eduardo

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Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 0 Sekunden

Bosque Lya und Don Eduardo
Foto: Bosque Lya und Don Eduardo Kaffee

Heute habe ich das Vergnügen Euch die Bosque Lya goldene Röstung und Don Eduardo aus El Salvador vorzustellen. Der Bosque Lya Kaffee wurde sogar von der  Cup of Excellence Jury besonders fruchtiger Kaffee ausgezeichnet und erzielte den 1. Platz in der Bewertung. Als Kontrastprogramm kam der Don Eduardo in meine Tasse.

Bosque Lya & Don Eduardo Bohnen im Vergleich
Foto: Die Bosque Lya & Don Eduardo Bohnen im Vergleich

Schon auf dem ersten Blick ist selbst für den Laien der Unterschied zwischen den Kaffeebohnen sofort erkenntlich. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Röstung. Links, der Bosque Lya mit ener goldenen hellen Röstung und rechts der Don Eduardo mit einer dunklen Röstung.  Beide Kaffee tragen übrigens das Rainforest Alliance Siegel und beide stammen aus dem mittelamerikanischen Staat El Salvador.

Das Anbaugebiet

Die Kaffees stammen, wie oben schon erwähnt aus El Salvador, genauer gesagt vonden Hängen der „Apaneca“ Bergkette  am Hang des Vulkans Santa Ana.

Karte vom Vulkan Santa Ana

Der Kaffee wird in einer Höhe von 1400 Metern bis 1700 Metern angebaut. Das Klima ist realtiv kühl und feucht und die Pflanzen gedeihen auf gehaltvoller Vulkanerde.

Der Bosque Lya Kaffee

Bosque Lya
Foto: Der Bosque Lya

Der Bosque Lya ist der leichtere Kaffee von den beiden. Das Wort Bosque bedeutet soviel wie Wald auf spanisch.  Der Kaffee kommt also aus den Wald Lya.

Die Kaffeebohnen

Bosque Lya Kaffeebohnen
Foto: Die Bosque Lya Kaffeebohnen

In dieser Aufnahme könnt Ihr euch ein besseres Bild von den Bohnen machen. Die Kaffeebohnen sind handgepflückt und mehrfach selektiert, so dass keine Defekte bei den Kaffeebohne auftreten. Das kann man auch hier schön sehen. Wir haben hier volle runde Arabica Bohnen mit einer hellen Röstung.

Bosque Lya Zubereitung & Geschmack

Ich habe hier 10 Gramm von dem Kaffee abgewogen und sie grob mit meiner Mühle gemahlen ( Mahlgrad 8 von 10). Anschließend habe ich das Kaffeepulver in meiner Mini Stempelkanne mit ca. 90 °C heißem Wasser aufgegossen und 5 Minuten ziehen lassen. Das Ergebnis war ein leichter und sogar milder Kaffee mit einer deutliche Brombeer Note.  Wer Schwarzen Tee mag wird auch diesen Kaffee gerne trinken. Er ist sehr bekömmlich und magenfreundlich. Den Bosque Lya könnt ihr auch getrost an Morgen zu einem leichten Frühstück trinken oder am Nachmittag alleine in einer ruhigen Minute zum entspannen.

Der Don Eduardo Kaffee

Don Eduardo
Foto: Der Don Eduardo Kaffee

Der Don Eduardo ist das Schwergewicht von den hier getesteten Kaffees aus El Salavador.

Die Kaffeebohnen

Don Eduardo Kaffeebohnen
Foto: Die Don Eduardo Kaffeebohnen

Die Bohnen sind sehr dunkel geröstet und leicht ölig an der Oberfläche.

Don Eduardo Zubereitung & Geschmack

Ich habe hier 10 Gramm von dem Kaffee abgewogen und sie grob mit meiner Mühle gemahlen ( Mahlgrad 8 von 10). Anschließend habe ich das Kaffeepulver in meiner Mini Stempelkanne mit ca. 90 °C heißem Wasser aufgegossen und 5 Minuten ziehen lassen. Das Ergebnis war ein relativ schwerer Kaffee mit einer schokoladigen Note. Ich würde diesen Kaffee nachmittags zu einem guten Stück Schokokuchen bevorzugen. Auch er ist sehr bekömmlich, hat aber auch ein sehr starkes Kaffeearoma. Diesen Kaffee könnte man auch zu einem guten Steak (medium) trinken.

Fazit

Beide Kaffees haben ihre Vorzüge. Übertragen auf die Weinwelt,hätten wir eine Vergleich zwischen einem leichten Weißwein und einem schweren Rotwein, so in etwa ist hier die Geschmacksspanne zwischen den beiden Kaffees. Der Vergleich ist also nicht wirklich ausgewogen, zeigt aber wie unterschiedlich zwei Kaffees aus der gleichen Region sein können.

Wenn ich jedoch  mich zwischen einen der Beiden entscheiden müsste, würde ich den Boque Lya wählen. 250 Gramm von diesem Kaffee kosten 10,99 € im Shop. Das ist doppelt so teuer wie der Don Eduardo, der nur 19,99 € je Kilo kostet. Der Geschmacksunterschied spiegelt sich auch im Preis und das ist soweit ok für mich.

Obendrein wird durch den Kauf dieses Kaffee die Schulbildung der Kinder von den Plantagenarbeitern bezahlt. In El Salvador gibt es nämlich keine Schulpflicht und der Staat gibt keinerlei Anreize die Bildung seiner Bürger zu verbessern. Da wir auf diesem Planeten nur durch bessere Bildung der Bevölkerung,  die Probleme lösen können, ist dieses Projekt sehr sinnvoll und unterstützenswert.

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