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Bonaverde revolutioniert den Kaffeemarkt

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Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 13 Sekunden

Von 0 € auf 100000 € in unter 5 Minuten!

Der Bonaverde Röst-Mahl-Brühautomat ist zur Zeit das Heißeste, was es auf dem Kaffeemarkt gibt. Eine wirkliche Innovation auf dem Kaffeemarkt mit den Potenzial ganze Kaffeeimperien zum Einsturz zu bringen. Bitte entschuldigt meine Euphorie, aber das was ich heute in Berlin erleben durfte hat mich total geflashed, aber fangen wir von Vorne an.

Oslo Kaffeebar
Foto: Ein uriges Werbeschild der Oslo Kaffeebar

Letzen Samstag hab ich eine E-Mail von Bonaverde gelesen, die schon am Freitag nachmittag mir zugesendet wurde. Ich solle doch mal am Montag bei Ihnen in der Oslo Kaffeebar in Berlin vorbeischauen und den Auftakt der Seedmatch Kampagne miterleben. Na die haben vielleicht Nerven ,dachte ich und gebe ehrlich zu, wäre es nicht Bonaverde gewesen, ich hätte dieses Ansinnen jeder x-beliebigen Firma sofort ausgeschlagen. Nun war es eben nicht irgendeine Firma, sondern Bonaverde. Ja, das sind die, die schon letztens über Kickstarter und indigogo auf sich aufmerksam gemacht haben. Innovationen brauchen eben Kapital und im Falle des hochkomplexen und schwierigen Kaffeemarktes erst recht. Ich habe mir also über meinfernbus.de ein Hin- und Rückreise Ticket gebucht; für 16,50 € kann man auch mal eine Tag durch die halbe Republik hin und her tingeln.

Zum Glück war ich pünktlich noch vor dem Start (12 Uhr) der Seedmatch Kampagne da. Der CEO von Bonaverde Hans Stier hat mir das Geschäftsprinzip und die Funktion des ersten Röst-Mahl-Brühautomaten der Welt erklärt. Es ist so simpel, dass ich mich ehrlich frage, warum noch kein anderer auf die Idee gekommen ist. Die Idee hat dem Gründer innerhalb von 5 Minuten mal eben 100000 € Crowdfundingkapital gebracht.

Bonaverde Seedmatch Kampagne - 100000 € in unter 5 Minuten!
Foto: Bonaverde Seedmatch Kampagne – 100000 € in unter 5 Minuten!

Nach gut 15 Minuten waren es schon über 250000 €. Jetzt kurz vor ende dieses Berichts sind es schon 487000 €! Hans Stier und Seedmatch gehen davon aus, das noch heute die 500000 € Fundinglimit erreicht wird, ob es noch einmal nach oben hin erweitert wird bleibt offen, schließlich sollte die Crowdfunding Kampagne 60 Tage laufen, aber wie es im Moment ausschaut, wird sie wohl doch noch kürzer werden.

Kaffeesteuern sparen mit Bonaverde

Da kann sich ein J.J Darboven sich jahrelang über die achso gehasste Kaffeesteuer aufregen, dagegen wettern und PR-Kampagnen gegen die Kaffeesteuer führen, nur bringen wird es nur sehr wenig. Die meisten Kaffeetrinker in Deutschland sind sich der doppelten Abzocke seitens des Staates immer noch nicht bewusst. Also nochmal für Alle zum nachlesen:

Jeder Kaffeekonsument von normalen Kaffeepulver oder gerösteten Bohnen, zahlt 2,19 € Kaffeesteuern je Kilogramm Röstkaffee. Wer sich den wasserlöslichen Kaffee antut, zahlt sogar 4,78 € je Kilogramm!

Die Kaffeesteuer ist eine der intransparentesten Konsumsteuern überhaupt. Sie wird noch nicht Mals extra ausgewiesen. Selbst Zigaretten haben eine Steuerbanderole um die Packungen, bei Kaffee gibt es das nicht. Die aller größte Frechheit ist auch noch, dass die Mehrwertsteuer mit dazu kommt. Wir werden also zweimal abgefettet vom Staat. Wer mir nicht glaubt kann ja gerne alle Details bei Wikipedia nachlesen.

Jetzt kommt der Hans daher und will mit seinem Röst-Mahl-Brühautomaten (RMB-Automaten klingt irgendwie cooler und ist kürzer, also ab jetzt so), den Kaffeemarkt durch die Verkürzung der Wertschöpfungskette revolutionieren.  Nicht nur, dass er die Kaffee-Lieferkette radikal verkürzt, jeder Bonaverde RMB-Automaten Nutzer spart auch noch die Kaffeesteuer, denn die fällt nicht bei Rohkaffee an. Erst wenn man gerösteten Kaffee verkaufen möchte muss man die Kaffeesteuer abführen. Wer also privat für sich zuhause seinen Rohkaffee röstet,  kann also 2,19 € je Kilo schon allein an Steuern sparen, die beim herkömmlichen Kauf automatisch anfallen würde.

Frischer geht es nicht

 

Ich habe heute den Kaffee aus der Bonaverde RMB-Automaten zum ersten mal gekostet. Das Ergebnis hat mich total geflashed. Der Kaffee schmeckte total mild und überhaupt nicht bitter oder Sauer, eben wie guter Kaffee schmecken sollte. Er hatte sogar ein leicht beerigen Note. Eine Frau, die neben mir auch diesen Kaffee ganz unvoreingenommen probierte, sagte, dass sie sonst Kaffee immer mit Milch tränke, aber diesen hier würde sie künftig auch ohne Milch trinken.  Der Bonaverde Kaffee hat sicher immer einen ganz  anderen Geschmack als normaler Kaffee, das liegt schon alleine an seiner Frische.  Frischer kann man seine Kaffee nicht bekommen. Die meisten Kaffee, die wir sonst angeboten bekommen haben schon ein paar Monate auf den Buckel und können schon allein deswegen nicht mehr das volle Ursprungsaroma entfalten, den Kaffee haben sollte.

Das Bonaverde RMB-Prinzip

  1. Als erstes gebt man die Rohkaffeebohnen oben in den RMB-Automaten, dieser röstet die Bohnen  in 6 bis 7 Minuten, das ist fast 3 bis 4 mal länger, als bei einer industriellen Röstung von ca. 2 Minuten.
  2. Dann werden die gerösteten Bohnen gemahlen und das Kaffeemehl wander in den darunter liegenden Kaffeefilter ( ca. 2 Minuten).
  3. Jetzt findet der Brühprozess statt, den ihr auch von Eurer gewöhnlichen Kaffeemaschine kennt (ca. 6-8 Minuten).

In  einer guten Viertelstunde könnt ihr mit diesem RMB-Automaten den frischesten Kaffee der Welt genießen. Nicht nur dass er außergwöhnlich schmeckt, man tut auch wirklich gutes mit seine Kaffeekonsum. Man produziert keinen Plastik- oder Alumüll, wie bei den Kapselmaschinen. Das schont die Umwelt. Zudem bezahlt Bonaverde den Kaffeebauern höhere Kaffeepreise, da der Zwischenhandel und die Röster, als „Preistreiber“ der Kaffeewertschöpfungskette, ausgeschaltet werden. Das hilft den Menschen in den Anbauländern ohne uns zusätzlich zu belasten.

 Mein Fazit

Ich wünsche Bonaverde alles gute und hoffe, dass sie es schaffen werden. Leider hatte ich mal eben keine 2000 €  über, um mir ein Investment und einen dieser RMB-Automaten zu sichern. Ich werde mir also so einen, von der baldigen Online Plattform kaufen müssen. Wer genügend Kleingeld auf seinem Sparkonto hat, sollte bei den derzeitigen miesen Zinsen einmal darüber nachdenken, nicht auch in das zweitwichtigste Handelsgut der Welt – Kaffee zu investieren. Der Investmentplan auf Seedmatch liest sich schon sehr verlockend mit Renditen von 100 % und mehr zählt es zu den lukrativsten Wertanlagen, die man für relativ kleines Geld  (ab 250 € Einsatz) bekommen kann.

Bonaverde on Seedmatch from Bonaverde on Vimeo.

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